Aus dem Deutschen übertragen

Die häufigsten Englischfehler von Deutschsprachigen

Die meisten Fehler entstehen, weil wir deutsche Muster ins Englische übertragen. Hier siehst du die typischsten – mit Korrektur, einer kurzen Erklärung und der Lektion, die das Thema gründlich erklärt.

Zeitformen

  1. I live here since two years.

    I've lived here for two years.

    „seit“ steht für beides: Für Zeiträume nimmst du „for“, und was bis heute andauert, braucht das Present Perfect statt Präsens.

    Zur Lektion: Since oder for
  2. I am here since Monday.

    I've been here since Monday.

    Im Deutschen reicht „Ich bin seit Montag hier“. Im Englischen verlangt ein Zustand bis jetzt das Present Perfect.

    Zur Lektion: Present Perfect
  3. I have seen him yesterday.

    I saw him yesterday.

    „Ich habe ihn gestern gesehen“ ist Perfekt. Mit abgeschlossenen Zeitangaben wie „yesterday“ oder „last week“ nimmst du aber Past Simple.

    Zur Lektion: Present Perfect oder Past Simple
  4. I'll call you when I will arrive.

    I'll call you when I arrive.

    Nach „when“, „as soon as“ oder „until“ steht im Englischen kein „will“ – das Präsens drückt hier schon die Zukunft aus.

    Zur Lektion: Temporalsätze (Adverb Clauses of Time)
  5. Look, it rains!

    Look, it's raining!

    Das Deutsche hat keine eigene Verlaufsform. Was gerade jetzt passiert, steht im Englischen im Present Continuous.

    Zur Lektion: Present Simple oder Present Continuous
  6. This bag is belonging to me.

    This bag belongs to me.

    Zustandsverben wie „belong“, „know“ oder „own“ stehen fast nie in der -ing-Form, auch wenn „gerade“ mitgemeint ist.

    Zur Lektion: Zustandsverben und Handlungsverben

Fragen & Verneinung

  1. Like you coffee?

    Do you like coffee?

    Im Deutschen stellst du einfach das Verb nach vorn („Magst du…?“). Englische Vollverben brauchen dafür „do/does“.

    Zur Lektion: Ja/Nein-Fragen
  2. I not like it.

    I don't like it.

    „nicht“ lässt sich nicht einfach einsetzen: Vollverben verneinst du mit „don't/doesn't/didn't“.

    Zur Lektion: Verneinte Sätze mit not
  3. Did you went to the party?

    Did you go to the party?

    Die Vergangenheit steckt schon in „did“. Das Hauptverb bleibt deshalb in der Grundform – kein doppeltes Präteritum.

    Zur Lektion: Do, does und did als Hilfsverben
  4. Can you tell me where is the station?

    Can you tell me where the station is?

    In indirekten Fragen gilt die normale Wortstellung: erst Subjekt, dann Verb – ähnlich wie im deutschen Nebensatz („wo der Bahnhof ist“).

    Zur Lektion: Indirekte und eingebettete Fragen
  5. You're coming tonight, isn't it?

    You're coming tonight, aren't you?

    „nicht wahr?“ ist immer gleich – englische Question Tags passen sich aber an Hilfsverb und Subjekt an.

    Zur Lektion: Frageanhängsel (Question Tags)

Modalverben & Konjunktiv

  1. If I would have time, I would come.

    If I had time, I would come.

    „Wenn ich Zeit hätte“ verleitet zu „would“ im if-Satz. Dort steht aber Past Simple – „would“ gehört nur in den Hauptsatz.

    Zur Lektion: Second Conditional (irreale Bedingung)
  2. If I would have known, I would have come.

    If I had known, I would have come.

    „Hätte ich das gewusst…“: Im if-Satz der dritten Bedingung steht das Past Perfect, nicht „would have“.

    Zur Lektion: Third Conditional (irreale Vergangenheit)
  3. Yesterday I must work late.

    Yesterday I had to work late.

    „Ich musste“ klingt wie „I must“, aber „must“ hat keine Vergangenheitsform. Für Vergangenes nimmst du „had to“.

    Zur Lektion: Must oder have to?
  4. You must not come tomorrow – it's optional.

    You don't have to come tomorrow – it's optional.

    Falscher Freund: „must not“ heißt „darfst nicht“. „Du musst nicht“ heißt „you don't have to“.

    Zur Lektion: Pflicht und Verbot
  5. You should to call her.

    You should call her.

    „have to“ und „ought to“ verleiten zum „to“. Nach „should“, „can“ oder „must“ folgt aber – wie bei „sollte“ – die reine Grundform.

    Zur Lektion: Ratschläge geben: should, if I were you, why don't you
  6. I can English.

    I can speak English.

    „Ich kann Englisch“ lässt das Verb weg. Im Englischen braucht „can“ hier ein Vollverb wie „speak“.

    Zur Lektion: Modalverben für Fähigkeiten: can, could, be able to

Satzbau & Kommas

  1. I know, that he is right.

    I know that he is right.

    Im Deutschen steht vor „dass“ immer ein Komma. Vor „that“ setzt du im Englischen keins.

    Zur Lektion: Kommas
  2. Yesterday went I to the cinema.

    Yesterday I went to the cinema.

    Die deutsche Verbzweitstellung gilt nicht: Auch nach einer Zeitangabe am Satzanfang kommt erst das Subjekt, dann das Verb.

    Zur Lektion: Wortstellung
  3. I drink always coffee in the morning.

    I always drink coffee in the morning.

    „Ich trinke immer Kaffee“ – im Englischen stehen „always“, „often“ und „never“ vor dem Vollverb.

    Zur Lektion: Häufigkeitsadverbien
  4. I speak well English.

    I speak English well.

    Zwischen Verb und Objekt darf im Englischen kein Adverb stehen. „well“ kommt hinter das Objekt.

    Zur Lektion: Die Stellung von Adverbien
  5. It was late, also we went home.

    It was late, so we went home.

    Falscher Freund: Englisches „also“ heißt „auch“. Das deutsche Folge-„also“ ist „so“.

    Zur Lektion: Verbindungswörter (Linking Words)

Präpositionen

  1. We need to discuss about the plan.

    We need to discuss the plan.

    „über etwas diskutieren“ verleitet zu „about“. „discuss“ ist im Englischen transitiv und nimmt das Objekt direkt.

    Zur Lektion: Transitive und intransitive Verben
  2. I'm interested for music.

    I'm interested in music.

    „sich interessieren für“ verleitet zu „for“. Im Englischen bist du „interested in“ etwas.

    Zur Lektion: Adjektiv + Präposition
  3. It depends from the weather.

    It depends on the weather.

    „abhängen von“ wird nicht wörtlich übersetzt: Im Englischen heißt es „depend on“.

    Zur Lektion: Feste Präpositionen (Dependent Prepositions)
  4. I'm going to home now.

    I'm going home now.

    „nach Hause“ verleitet zu „to home“. Nach Bewegungsverben wie „go“ oder „come“ steht „home“ aber ohne „to“.

    Zur Lektion: Präpositionen der Bewegung
  5. Who is that on the photo?

    Who is that in the photo?

    „auf dem Foto“ heißt im Englischen „in the photo/picture“ – du schaust in das Bild hinein.

    Zur Lektion: Präpositionen des Ortes
  6. I'll finish the report until Friday.

    I'll finish the report by Friday.

    „bis“ hat zwei Übersetzungen: „until“ für Dauer, „by“ für eine Frist, zu der etwas fertig ist.

    Zur Lektion: Präpositionen der Zeit

Nomen & Artikel

  1. Thanks for the informations.

    Thanks for the information.

    „Informationen“ ist im Deutschen zählbar, „information“ im Englischen nicht – also kein Plural-s und kein „an“.

    Zur Lektion: Zählbare und nicht zählbare Nomen
  2. She gave me some good advices.

    She gave me some good advice.

    „Ratschläge“ ist Plural, „advice“ aber unzählbar. Für einen einzelnen sagst du „a piece of advice“.

    Zur Lektion: Fehler bei der Zählbarkeit
  3. The most people like summer.

    Most people like summer.

    „die meisten Leute“ hat einen Artikel, „most people“ in allgemeinen Aussagen nicht.

    Zur Lektion: Typische Fehler mit Artikeln
  4. The life is short.

    Life is short.

    „Das Leben ist kurz“: Abstrakte Begriffe im allgemeinen Sinn stehen im Englischen ohne „the“.

    Zur Lektion: Der Nullartikel
  5. She is engineer.

    She is an engineer.

    „Sie ist Ingenieurin“ kommt ohne Artikel aus. Berufe brauchen im Englischen „a/an“.

    Zur Lektion: Typische Fehler mit Artikeln
  6. We spent a week in the Switzerland.

    We spent a week in Switzerland.

    „in der Schweiz“ hat einen Artikel. Die meisten Ländernamen stehen im Englischen ohne „the“.

    Zur Lektion: Artikel bei Namen, Orten und Geografie

Verben & Wortwahl

  1. I want that you come.

    I want you to come.

    „Ich will, dass du kommst“ – nach „want“ steht kein „that“-Satz, sondern Objekt + „to“-Infinitiv.

    Zur Lektion: Verb + Person + to-Infinitiv
  2. He explained me the rule.

    He explained the rule to me.

    „Er erklärte mir“ – „explain“ nimmt kein indirektes Objekt direkt dahinter. Die Person kommt mit „to“.

    Zur Lektion: Verbmuster: -ing oder to?
  3. He said me the truth.

    He told me the truth.

    „sagen“ mit Person heißt „tell someone“. „say“ steht ohne direkte Person: „He said that…“.

    Zur Lektion: Verben der Redewiedergabe
  4. Can I become a coffee, please?

    Can I have a coffee, please?

    Falscher Freund: „become“ heißt „werden“, nicht „bekommen“. Bestellen kannst du mit „have“ oder „get“.

    Zur Lektion: Typische Fehler mit Verben
  5. Can you make a photo of us?

    Can you take a photo of us?

    „ein Foto machen“ – im Englischen „nimmst“ du ein Foto: „take a photo/picture“.

    Zur Lektion: Typische Fehler mit Verben
  6. Can you borrow me your pen?

    Can you lend me your pen?

    „leihen“ hat zwei Richtungen: „lend“ = verleihen, „borrow“ = sich ausleihen.

    Zur Lektion: Typische Fehler mit Verben
  7. I look forward to see you.

    I look forward to seeing you.

    Das „to“ in „look forward to“ ist eine Präposition, kein Infinitiv-„zu“. Danach folgt die -ing-Form.

    Zur Lektion: Präposition + -ing

Adjektive & Adverbien

  1. She sings beautiful.

    She sings beautifully.

    Im Deutschen sind „schön“ als Adjektiv und Adverb gleich. Im Englischen beschreibt das Adverb mit -ly das Verb.

    Zur Lektion: Adjektiv oder Adverb: typische Fehler
  2. My brother is taller as me.

    My brother is taller than me.

    „größer als“ verleitet zu „as“. Nach dem Komparativ steht „than“; „as … as“ gilt nur bei Gleichheit.

    Zur Lektion: Komparativ und Superlativ
  3. It was a such nice day.

    It was such a nice day.

    „ein so schöner Tag“ – im Englischen kommt „such“ vor den Artikel: „such a…“.

    Zur Lektion: So oder Such
  4. The film was so long – I was really boring.

    The film was so long – I was really bored.

    „Mir war langweilig“: Wie du dich fühlst, beschreibt die -ed-Form. „I'm boring“ heißt „Ich bin langweilig“.

    Zur Lektion: Adjektive auf -ed und -ing

Höflichkeit & Ton

  1. I will a coffee, please.

    I'd like a coffee, please.

    „Ich will einen Kaffee“: „will“ ist im Englischen das Futur, kein Wunsch. Höflich bestellst du mit „I'd like“.

    Zur Lektion: Höfliche Bitten
  2. Thank you! – Please.

    Thank you! – You're welcome.

    Das deutsche „Bitte“ als Antwort auf „Danke“ heißt „You're welcome“ oder „No problem“, nie „please“.

    Zur Lektion: Reaktionen und kurze Antworten im Gespräch
  3. Please? I didn't hear you.

    Sorry? I didn't hear you.

    „Bitte?“ zum Nachfragen heißt „Sorry?“, „Pardon?“ oder (AmE) „Excuse me?“. „Please“ verwendest du nur beim Bitten.

    Zur Lektion: Reaktionen und kurze Antworten im Gespräch
  4. Have a nice weekend! – Equally!

    Have a nice weekend! – You too!

    „Gleichfalls!“ wörtlich übersetzt klingt seltsam. Auf gute Wünsche antwortest du mit „You too!“ oder „Same to you!“.

    Zur Lektion: Reaktionen und kurze Antworten im Gespräch

Falsche Freunde

Wörter wie „Handy“, „bekommen“ oder „eventuell“ sehen englisch aus, bedeuten aber etwas anderes.

Zu den falschen Freunden →