Wo ein Adverb steht, hängt von seiner Art und seiner Aufgabe im Satz ab — aber ein paar klare Muster decken fast alle Fälle ab. Und vieles läuft genau andersherum als im Deutschen.
Das lernst du
Englische Adverbien können an drei Stellen stehen: am Satzanfang, in der Mittelposition (nah am Hauptverb) und am Satzende (nach dem Verb und dem Objekt). Welche Position ein Adverb bekommt, hängt von seiner Art ab und davon, worauf es sich bezieht.
Wichtig für dich: Das Deutsche ist bei der Stellung von Angaben viel freier und hat dazu noch die Verbzweitstellung. Im Englischen ist die Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt fest, und Adverbien müssen sich um diesen Kern herum einordnen, nicht mitten hinein.
Die meisten Adverbien der Art und Weise, des Ortes und der Zeit stehen am Satzende. Stehen mehrere zusammen, ist die Standardreihenfolge Art und Weise, dann Ort, dann Zeit (Manner – Place – Time, M-P-T): 'She sang beautifully (Art und Weise) at the party (Ort) last night (Zeit).'
Im Deutschen hast du in der Schule „TeKaMoLo“ gelernt: Zeit zuerst, Ort zuletzt („Sie hat gestern Abend wunderschön auf der Party gesungen“). Im Englischen ist es umgekehrt — die Zeit kommt ans Ende. Wenn du deutsch denkst, rutscht „last night“ leicht nach vorne.
Zwei nützliche Extras: Ein Adverb der Art und Weise steht normalerweise nicht zwischen Verb und direktem Objekt ('She opened the door quickly', nicht 'She opened quickly the door' — auch wenn „Sie öffnete schnell die Tür“ im Deutschen ganz normal ist). Und nach Verben der Bewegung wie go, come oder travel steht das Ziel meist vor der Art und Weise ('They travelled to Rome by train').
Satzadverbien wie fortunately, honestly, personally, surprisingly und luckily kommentieren den ganzen Satz, nicht nur das Verb. Sie stehen meist ganz am Anfang, gefolgt von einem Komma. Das kennst du aus dem Deutschen: „Zum Glück…“, „Ehrlich gesagt…“, „Persönlich…“.
Aber Achtung: Im Deutschen springt nach so einem Wort das Verb vor das Subjekt („Zum Glück wurde niemand verletzt“). Im Englischen bleibt alles, wie es ist — erst das Subjekt, dann das Verb: 'Fortunately, nobody was hurt.' Und das Adverb braucht sein -ly: honestly, nicht honest — auch wenn „ehrlich“ im Deutschen Adjektiv und Adverb zugleich ist.
Adverbien der Häufigkeit (always, usually, often, never) und manche Gradadverbien stehen in der Mittelposition — direkt vor dem Hauptverb, direkt nach be oder direkt nach dem ersten Hilfsverb. Das ist dieselbe Regel wie bei den Häufigkeitsadverbien, und sie gilt auch für ein paar andere Wörter wie probably und definitely.
Im Deutschen steht „wahrscheinlich“ hinter dem konjugierten Verb („Sie hat es wahrscheinlich vergessen“). Im Englischen steht probably im einfachen Satz vor dem Hauptverb: 'She probably forgot.' Mit Hilfsverb steht es dahinter: 'He has definitely improved.'
Mehrere Angaben am Satzende: Art und Weise, Ort, Zeit — die Zeit kommt nicht wie bei „TeKaMoLo“ nach vorne, sondern ans Ende.
Anders als im Deutschen („Sie öffnete schnell die Tür“) steht das Adverb nicht zwischen Verb und direktem Objekt — erst das Objekt, dann das Adverb.
Wörtlich aus „Ich spreche gut Englisch“ übersetzt — im Englischen gehören speak und English zusammen, well kommt ans Ende.
Keine Verbzweitstellung wie in „Zum Glück wurde niemand verletzt“: Nach dem Satzadverb kommt ein Komma und dann ganz normal Subjekt + Verb.
Nach einem Satzadverb am Anfang steht im Englischen meist ein Komma.
Im Deutschen gilt „TeKaMoLo“: Zeit vor Art und Weise vor Ort — „Ich bin gestern mit dem Zug nach Berlin gefahren.“
Im Englischen kommt die Zeit ans Ende: "I went to Berlin by train yesterday." — nicht "I went yesterday by train to Berlin." Faustregel: Was im Deutschen ganz vorne bei den Angaben steht (gestern, heute Morgen, letztes Jahr), wandert im Englischen ganz nach hinten.
Im Deutschen darf eine Angabe zwischen Verb und Objekt stehen: „Ich spreche gut Englisch“, „Sie öffnete schnell die Tür“
Im Englischen bleiben Verb und direktes Objekt zusammen; das Adverb kommt danach: "I speak English well.", "She opened the door quickly." Sätze wie "I speak well English" fallen Muttersprachlern sofort auf.
Im Deutschen steht das Verb an zweiter Stelle — nach „Leider“, „Zum Glück“ oder „Gestern“ kommt sofort das Verb: „Zum Glück wurde niemand verletzt.“
Im Englischen gibt es diese Umstellung nicht: Nach dem Satzadverb (und dem Komma) folgt ganz normal Subjekt + Verb: "Fortunately, nobody was hurt." — nicht "Fortunately, was nobody hurt."
💡 Am Satzende gilt: Art und Weise → Ort → Zeit. Die Zeit, die im Deutschen vorne steht, kommt im Englischen ans Ende.
💡 Verb und direktes Objekt bleiben zusammen: speak English well, opened the door quickly.
💡 Nach einem Satzadverb am Anfang kommt keine Umstellung — erst das Subjekt, dann das Verb.
"How was the trip?"
"Great, actually. We arrived quietly at the hotel late at night, so we didn't wake anyone up."
"Nice. Did you get to see much?"
"Surprisingly, yes — we walked around the old town every morning before it got too hot."
Übung 1 · Wähle die richtige Reihenfolge
Which order is correct?
Übung 2 · Wähle die richtige Reihenfolge
Which order is correct?
Übung 3 · Wähle die richtige Form
___, I don't think this plan will work.
Übung 4 · Wähle die richtige Reihenfolge
Which sentence puts manner before place, correctly, before time?
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Fortunately, ___.
Übung 6 · Korrigiere den Fehler
Fix the mistake:
Übung 7 · Wähle das richtige Wort
Which word usually goes at the very start of a sentence to comment on the whole idea?
Übung 8 · Ergänze den Satz
Complete with the correct manner-place-time order: They played ___ ___ ___. (happily / in the garden / all afternoon)
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: ___, I think we should wait a little longer. (sentence adverb meaning 'in my opinion', one word)
Übung 10 · Bilde den Satz
Übung 11 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 12 · Typischer Fehler aus dem Deutschen
German: "Ich habe gestern im Park Fußball gespielt." German puts time early, but English keeps time last. Which English sentence is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Which order is correct?
Steigerung von Adverbien
Lerne, wie du Handlungen mit Adverbien vergleichst — more/most bei den meisten -ly-Adverbien, -er/-est bei ein paar kurzen und unregelmäßige Formen wie better und worst.
Gradadverbien
Lerne, wie Wörter wie very, extremely, quite, almost und hardly die Stärke eines Adjektivs, Adverbs oder einer Handlung zeigen — und warum „sehr“ nicht immer very ist.
Adverbien der Art und Weise
Lerne, wie du Adverbien der Art und Weise mit -ly bildest, welche Formen Ausnahmen sind (well, fast, hard) und warum hard und hardly etwas völlig anderes bedeuten.
Häufigkeitsadverbien
Lerne always, usually, often, sometimes, rarely und never — und die eine Stellungsregel, die bestimmt, wo sie im Satz stehen.