Gradadverbien beantworten die Frage „wie sehr?“ oder „wie stark?“ — damit verstärkst oder schwächst du ab, was du sagst.
Das lernst du
Gradadverbien zeigen, wie stark etwas ist oder wie viel davon da ist. Die meisten stehen vor Adjektiven oder anderen Adverbien (extremely tired, very quickly); einige — wie almost und hardly — können aber auch direkt ein Verb bestimmen.
Wichtig für dich: Das deutsche „sehr“ passt überall — „sehr müde“, aber auch „Ich mag es sehr“. Das englische very steht nur vor Adjektiven und Adverbien, nie vor einem Verb. Bei Verben sagst du very much, und zwar am Ende: 'I like it very much' — nicht 'I very like it'. Im Alltag noch häufiger ist really vor dem Verb: 'I really like it'.
Extremely, absolutely und completely zeigen einen sehr hohen Grad. Absolutely und completely passen vor allem zu „extremen“ Adjektiven wie amazing oder exhausted, die schon von sich aus stark sind — dort klingt very meist unnatürlich, auch wenn „sehr toll“ im Deutschen ganz normal ist. Quite, fairly und rather zeigen einen mittleren Grad, ungefähr wie „ziemlich“ oder „ganz“ in „ganz gut“.
Achtung bei quite: Im britischen Englisch heißt quite good meist „ganz gut, ziemlich gut“. Im amerikanischen Englisch klingt quite vor einem normalen Adjektiv oft stärker, eher wie „sehr“. In dieser Lektion ist die britische Bedeutung gemeint. Und die Stellung: 'quite a good idea' — quite steht vor dem Artikel, nicht wie in „eine ziemlich gute Idee“ dahinter. Fairly bleibt dagegen nach dem Artikel: 'a fairly good idea'.
Auch too zeigt einen Grad, bedeutet aber „mehr als gut oder möglich“, wie das deutsche „zu“: 'I'm too tired to keep working' — ich bin zu müde, ich kann nicht weiterarbeiten.
Almost und nearly bedeuten „fast, beinahe“ — etwas wäre fast passiert, ist aber meist nicht passiert (oder gerade so): 'I almost fell' heißt, ich bin NICHT gefallen, aber es war knapp. Vorsicht, falscher Freund: Das deutsche „fast“ heißt auf Englisch almost, nicht fast (= schnell).
Hardly und barely bedeuten das Gegenteil — „kaum, fast gar nicht“: 'I hardly know him' heißt, ich kenne ihn kaum. Hardly ist übrigens nicht das Adverb zu hard: „Er arbeitet hart“ heißt 'He works hard'; 'He hardly works' würde bedeuten, dass er kaum arbeitet.
„Ich mag das Lied sehr“ — very kann kein Verb verstärken. Nimm very much am Satzende.
„Ich wäre fast gefallen“ = almost. Hardly heißt „kaum“ — das ist das Gegenteil, kein Synonym.
Hard ist schon das Adverb („hart, fleißig“). Hardly heißt „kaum“ — 'She hardly works' bedeutet, dass sie kaum arbeitet.
Auch wenn „sehr toll“ im Deutschen normal ist: Extreme Adjektive wie amazing, exhausted oder freezing stehen mit absolutely/completely, nicht mit very.
Nicht wie „eine ziemlich gute Idee“: Bei quite + a/an + Adjektiv + Nomen steht quite vor dem Artikel.
Im Deutschen kann „sehr“ direkt bei einem Verb stehen: „Ich mag es sehr“, „Ich freue mich sehr“
Very kann im Englischen kein Verb verstärken. Bei Verben nimmst du very much (oder a lot) nach dem Objekt am Satzende — oder really vor dem Verb ("I really like it"): "I like it very much." — nicht "I very like it" und nicht "I like very much it".
„Fast“ heißt im Deutschen „beinahe“, „kaum“ heißt „fast gar nicht“
Im Englischen heißt „fast“ almost oder nearly, „kaum“ heißt hardly oder barely. Die beiden Paare sind Gegensätze: "I almost fell" (ich wäre fast gefallen) gegen "I hardly know him" (ich kenne ihn kaum). Wer hardly mit hard verwechselt oder fast wörtlich übersetzt, sagt schnell das Gegenteil.
„Sehr toll“, „sehr super“ oder „sehr erschöpft“ klingen im Deutschen ganz normal
Im Englischen verträgt sich very nicht gut mit Adjektiven, die schon „extrem“ sind (amazing, exhausted, freezing). Dort sagst du absolutely oder completely: "The results were absolutely amazing."
💡 „Fast“ = almost/nearly (es wäre beinahe passiert). „Kaum“ = hardly/barely (es ist fast gar nicht passiert).
💡 Very steht nie vor einem Verb: I like it very much oder I really like it, nicht I very like it.
💡 Extreme Adjektive (amazing, exhausted) nehmen absolutely, nicht very.
"So, how was dinner?"
"Honestly, it was quite good — nothing amazing, but solid."
"Was it expensive?"
"Not really. It was fairly reasonable for the portion sizes."
Übung 1 · Wähle das richtige Wort
This exam was ___ difficult — much harder than I expected.
Übung 2 · Wähle das richtige Wort
I ___ fell down the stairs — I caught the railing just in time.
Übung 3 · Wähle das richtige Wort
I ___ know him — we've only met once.
Übung 4 · Wähle das richtige Wort
The movie was ___ good — I'd recommend it, but it's not amazing.
Übung 5 · Wähle das richtige Wort
The results were ___ amazing — everyone was shocked.
Übung 6 · Wähle das richtige Wort
We're ___ finished — just a few more minutes.
Übung 7 · Wähle die richtige Bedeutung
Which word means 'to a small/moderate degree'?
Übung 8 · Ergänze den Satz
Complete: I'm ___ tired to keep working — I need to stop. (means 'to such a degree that I can't', one word)
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: I ___ recognized her — she's changed so much. (means 'almost didn't', one word)
Übung 10 · Bilde den Satz
Übung 11 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 12 · Typischer Fehler aus dem Deutschen
German: "Ich mag Kaffee sehr." German "sehr" can go with a verb, but English very cannot. Which is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
The soup was ___ hot — I burned my tongue.
Steigerung von Adverbien
Lerne, wie du Handlungen mit Adverbien vergleichst — more/most bei den meisten -ly-Adverbien, -er/-est bei ein paar kurzen und unregelmäßige Formen wie better und worst.
Die Stellung von Adverbien
Lerne die drei Hauptpositionen englischer Adverbien — am Anfang, in der Mitte und am Ende des Satzes — und die Reihenfolge Art und Weise, Ort, Zeit, wenn mehrere Angaben am Satzende stehen.
Adverbien der Art und Weise
Lerne, wie du Adverbien der Art und Weise mit -ly bildest, welche Formen Ausnahmen sind (well, fast, hard) und warum hard und hardly etwas völlig anderes bedeuten.
Häufigkeitsadverbien
Lerne always, usually, often, sometimes, rarely und never — und die eine Stellungsregel, die bestimmt, wo sie im Satz stehen.