She is a teacher, nicht she is teacher; Life is difficult, nicht the life is difficult — wo das Deutsche einen Artikel setzt (oder weglässt) und das Englische nicht.
Das lernst du
Artikelfehler gehen meist in eine von zwei Richtungen: Du lässt a/an weg, wo das Englische es verlangt, oder du setzt the, wo das Englische gar keinen Artikel will. Die gute Nachricht: Das Prinzip von bestimmtem und unbestimmtem Artikel kennst du schon. Die Fehler entstehen an ganz bestimmten Stellen, an denen das Deutsche anders entscheidet — und genau die sammelt diese Lektion.
Ein zählbares Nomen im Singular braucht einen Begleiter — auch eine Berufsbezeichnung nach be. Im Deutschen sagst du „Sie ist Lehrerin“ und „Mein Vater ist Ingenieur“ ohne Artikel; im Englischen muss a/an davor: a teacher, an engineer.
Dasselbe gilt nach as: „Sie arbeitet als Krankenschwester“ → 'She works as a nurse.' Im Plural fällt der Artikel weg, genau wie im Deutschen: 'They are teachers.'
Und vergiss nicht: an steht vor einem Vokal-LAUT (an engineer, an hour), a vor einem Konsonanten-Laut (a doctor, a university).
Wenn du über etwas ganz allgemein sprichst — nicht über ein bestimmtes Beispiel —, stehen unzählbare Nomen und Plurale im Englischen ohne Artikel. Bei Pluralen kennst du das aus dem Deutschen („Ich liebe Hunde“ → 'I love dogs'). Die Falle sind Abstrakta: Das Deutsche sagt „Das Leben ist manchmal schwer“, „die Natur“, „die Liebe“, „die Gesellschaft“ — das Englische sagt 'Life is difficult sometimes', nature, love, society, ohne the.
Sobald etwas bestimmt ist, kommt the zurück, wie im Deutschen: 'the dogs next door' (die Hunde von nebenan), 'the life of a soldier'. Und wenn ihr beide ein bestimmtes Ereignis meint, z. B. den Sonnenuntergang, den ihr gemeinsam gesehen habt, heißt es 'the sunset'.
Eine zweite typische Falle: Institutionen in ihrer normalen Funktion und Verkehrsmittel mit by. „Ich fahre mit dem Bus zur Schule“ ist 'I go to school by bus' — ohne the, wenn du als Schüler(in) hingehst. Genauso: go to work, go to bed, be in hospital (britisch; amerikanisch: in the hospital), by car, by train.
Länder-, Städte- und Kontinentnamen stehen im Englischen normalerweise ohne Artikel. Das Deutsche hat hier viele Ausnahmen mit Artikel — die Schweiz, die Türkei, die Slowakei, der Iran, der Libanon, die Ukraine —, im Englischen heißen sie einfach Switzerland, Turkey, Slovakia, Iran, Lebanon, Ukraine. Aus „in der Ukraine“ wird also 'in Ukraine', aus „in die Schweiz“ 'to Switzerland'.
Gleich wie im Deutschen ist es bei Namen in Pluralform oder mit einem beschreibenden Wort wie States, Kingdom, Republic: die USA → the USA / the United States, die Niederlande → the Netherlands, das Vereinigte Königreich → the United Kingdom, die Philippinen → the Philippines.
Wenn du das eine Beispiel an der Spitze einer Skala herausgreifst — das beste, das schönste, das höchste —, braucht das Englische fast immer the. Hier hilft dir das Deutsche: „das beste Restaurant“ → 'the best restaurant', „der schönste Ort“ → 'the most beautiful place'.
Achtung bei „die meisten“: Wenn most „die Mehrheit“ bedeutet, steht es OHNE the. „Die meisten Leute mögen Musik“ → 'Most people like music', nicht 'the most people'.
„Sie ist Lehrerin“ hat keinen Artikel — im Englischen braucht ein Beruf im Singular nach be aber a/an.
Allgemeine Aussagen über unzählbare Nomen und Abstrakta stehen ohne Artikel — auch wenn du im Deutschen „das Glück“ sagen würdest.
„In der Ukraine“ hat im Deutschen einen Artikel, im Englischen nicht. 'The Ukraine' ist veraltet; genauso: Switzerland, Turkey, Iran ohne the.
Wie „das beste Restaurant“ im Deutschen: Der Superlativ vor einem Nomen braucht fast immer the.
„Die meisten Leute“ heißt most people — ohne the. The most steht vor einem Adjektiv im Superlativ: the most beautiful.
„Zur Schule“ und „mit dem Bus“: Im Englischen stehen school (in ihrer normalen Funktion) und Verkehrsmittel nach by ohne Artikel.
Im Deutschen stehen Berufe nach „sein“, „werden“ und „als“ ohne Artikel: „Sie ist Lehrerin“, „Ich will Arzt werden“, „Er arbeitet als Krankenpfleger“
Im Englischen braucht eine Berufsbezeichnung im Singular fast immer a/an: 'She is a teacher', 'I want to be a doctor', 'She works as a nurse'. Wer wörtlich übersetzt, sagt 'She is teacher' oder 'I want to be doctor' — einer der häufigsten Fehler deutschsprachiger Lernender, auch auf hohem Niveau. Merke: Ein zählbares Nomen im Singular steht im Englischen praktisch nie ganz nackt — Ausnahmen sind feste Wendungen wie by bus, go to school und einmalige Ämter (He was elected president).
Das Deutsche setzt bei vielen Abstrakta auch in allgemeinen Aussagen den bestimmten Artikel: „Das Leben ist schön“, „Die Natur braucht Schutz“, „die Liebe“, „die Zeit“
Das Englische lässt den Artikel bei allgemeinen Aussagen über Abstrakta und unzählbare Nomen weg: 'Life is beautiful', 'Nature needs protection', love, time. 'The life is difficult' klingt so, als ginge es um ein ganz bestimmtes Leben. Nur wenn das Nomen näher bestimmt ist, kommt the dazu: 'the life of my grandparents'.
Viele Ländernamen haben im Deutschen einen Artikel: die Schweiz, die Türkei, der Iran, der Irak, die Ukraine — „in der Ukraine“, „in die Türkei“
Im Englischen stehen diese Länder ohne Artikel: 'in Ukraine', 'to Turkey', 'from Switzerland'. 'The Ukraine' ist eine veraltete Form, die heute als unangemessen gilt. The steht nur bei Namen in Pluralform oder mit beschreibendem Wort — the United States, the Netherlands, the United Kingdom —, und dort stimmt das Deutsche meist mit dem Englischen überein.
„Ich gehe zur Schule / zur Arbeit / ins Bett“, „mit dem Bus“ — im Deutschen mit verschmolzenem oder vollem Artikel
Im Englischen stehen school, work, bed (und university, church, BrE auch hospital) in ihrer normalen Funktion ohne Artikel: 'I go to school by bus', 'go to work', 'go to bed'. Auch Verkehrsmittel mit by haben keinen Artikel: by bus, by car, by train. 'The school' sagst du nur, wenn du das Gebäude oder eine bestimmte Schule meinst, z. B. als Elternteil: 'I went to the school to talk to the teacher.'
💡 Beruf im Singular? Dann a/an — auch wenn das Deutsche keinen Artikel hat: „Ich bin Ärztin“ → I'm a doctor.
💡 „Das Leben“, „die Natur“, „in der Schweiz“ — prüfe, ob das Englische hier wirklich the will. Bei allgemeinen Aussagen und den meisten Ländern: nein.
"What do you want to be when you finish studying?"
"I want to be a doctor — it's the most meaningful job I can imagine."
"That's a big commitment. Where would you like to work?"
"Honestly, anywhere — I just want to help people. Money isn't the main reason."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 4 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 6 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 9 · Korrigiere den Fehler
Correct the mistake: I want to be doctor when I grow up.
Übung 10 · Korrigiere den Fehler
Correct the mistake: The life is difficult sometimes.
Übung 11 · Typischer Fehler: Beruf ohne Artikel
German: "Sie ist Lehrerin." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Which is correct?
Typische Fehler mit Präpositionen
Die Präpositionen, die deutschsprachige Lernende am häufigsten falsch kombinieren — married to (nicht with), depend on (nicht of/from), discuss ohne about, good at statt good in.
Typische Fehler mit Gerundium und Infinitiv
Die Verben, bei denen deutschsprachige Lernende am häufigsten die falsche Form wählen — enjoy + -ing (nicht to), want + to, und die Falle „to + -ing“ in Ausdrücken wie look forward to.
Typische Fehler mit Pronomen
Die häufigsten Fehler mit Pronomen im Überblick — das falsche Pronomen nach „and“ oder einer Präposition und Reflexivpronomen, die aus dem Deutschen mitgeschleppt werden, obwohl das Englische keins braucht.
Fehler bei der Subjekt-Verb-Kongruenz
Die typischen Stolperfallen bei der Übereinstimmung von Subjekt und Verb im Englischen — das Verb richtet sich nach dem falschen Nomen, everyone wird wie „alle“ behandelt, und Wörter wie police und news haben eine andere Zahl als im Deutschen.