Mit should, if I were you und why don't you gibst du einen Rat, versetzt dich in die Lage des anderen oder machst ganz locker einen Vorschlag.
Das lernst du
Im Englischen gibt es mehrere alltägliche Wege, einen Rat zu geben oder danach zu fragen — should ist der häufigste, aber if I were you und why don't you sind genauso natürlich.
Should entspricht ziemlich genau „solltest/sollte“: "You should talk to your manager about it." = „Du solltest mit deinem Chef darüber reden.“ Wie im Deutschen folgt die Grundform ohne to (nicht „sollte zu reden“), und should hat nur eine Form, ohne -s. Verneinung: shouldn't. Um Rat fragen: should kommt vor das Subjekt — "What should I do?" = „Was soll ich tun?“ Die Wortstellung ist also dieselbe wie im Deutschen. (Etwas formeller gibt es auch ought to: You ought to rest.)
Vorsicht bei „Rat“: advice ist im Englischen unzählbar. Es gibt also kein an advice und keine advices — sag some advice, a piece of advice oder einfach advice.
Diese Struktur gibt einen Rat, indem du dich in die Lage des anderen versetzt — genau wie „Wenn ich du wäre, würde ich…“ oder „An deiner Stelle würde ich…“. Hier steht bei jedem Subjekt were, auch bei I. Das ist der Konjunktiv (subjunctive) für gedachte Situationen — so wie im Deutschen aus „war“ das „wäre“ wird, wird im Englischen aus was hier were.
Wichtig: In diesem Muster steht im if-Teil kein would. Auch wenn man im Deutschen umgangssprachlich „wenn ich du sein würde“ sagt — im Englischen kommt would nur in den zweiten Teil: If I were you, I would… Umgangssprachlich hört man manchmal auch "If I was you", aber die Standardform — und die richtige Antwort in Prüfungen — ist were.
Why don't you…? verpackt einen Rat in eine sanfte, freundliche Frage — es ist ein Vorschlag, keine echte Frage nach einem Grund. Das kennst du aus dem Deutschen: „Warum fragst du nicht einfach nach?“
Der Unterschied: Im Englischen brauchst du das Hilfsverb do. Don't steht direkt nach why und vor dem Subjekt (wie „fragst“ in „Warum fragst du …“), das eigentliche Verb folgt erst danach in der Grundform (ohne to, ohne -ing): Why + don't + you + Verb.
Kein would im if-Teil — auch wenn man im Deutschen „wenn ich du sein würde“ sagt. Richtig ist were, wie „wäre“.
In dieser Struktur steht bei jedem Subjekt were, auch bei I — wie „wäre“ statt „war“. Was hört man in lockerer Umgangssprache, Standard ist aber were.
„Ein Rat“ ist im Deutschen zählbar, advice im Englischen nicht — also some advice oder a piece of advice, nie an advice oder advices.
Nach should kommt kein to — genau wie nach „du solltest“ kein „zu“ steht.
Don't steht direkt nach why, vor dem Subjekt: Why don't you…? Danach folgt die Grundform — nicht asking.
Im Deutschen sagst du „Wenn ich du wäre, würde ich…“ — mit der Sonderform „wäre“ statt „war“
Das ist genau dasselbe Prinzip wie im Englischen: Für eine gedachte Situation nimmst du eine Sonderform — were statt was, für jedes Subjekt: "If I were you, I would apologize." Aber Achtung: Das umgangssprachliche „wenn ich du sein würde“ darfst du nicht übertragen. "If I would be you" ist falsch — would steht nur im zweiten Teil des Satzes.
„Du solltest“ + Infinitiv ohne „zu“ ist im Deutschen der normale Weg, einen Rat zu geben
Should funktioniert genauso: should + Grundform, ohne to — "I think you should see a specialist.", nicht "should to see". Nur bei „sollen“ im Sinne von „jemand hat mir gesagt, dass…“ („Ich soll morgen früher kommen“) passt should nicht — das heißt eher I'm supposed to come in earlier tomorrow.
Im Deutschen ist „Rat“ bzw. „Ratschlag“ zählbar: „ein guter Rat“, „zwei Ratschläge“
Advice ist im Englischen unzählbar, wie information oder furniture. Deshalb: "Can you give me some advice?", nicht "an advice" — und nie "advices". Wenn du einen einzelnen Rat meinst, sag a piece of advice.
💡 If I were you = „Wenn ich du wäre“ — were wie „wäre“, und kein would im if-Teil.
💡 Should + Grundform ohne to — wie „du solltest“ ohne „zu“.
💡 Advice ist unzählbar: some advice oder a piece of advice, nie an advice.
"I don't know whether to take the job or not. What should I do?"
"If I were you, I'd take it — it's a great opportunity."
"You think so? I'm still a little nervous."
"Why don't you sleep on it and decide tomorrow?"
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — giving advice.
Übung 2 · Wähle die richtige Frage
Choose the correct sentence — asking for advice.
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — advice with 'if I were you.'
Übung 4 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — a suggestion phrased as advice.
Übung 5 · Wähle die richtige Verneinung
Choose the correct negative.
Übung 6 · Wähle die richtige Antwort
Which structure gives advice by imagining yourself in someone else's position?
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: 'If I ___ (be) you, I would take the job.'
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete (asking for advice): '___ (should) I tell her the truth?'
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: würde im wenn-Satz
German: "Wenn ich du wäre, würde ich den Job annehmen." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the correct sentence in standard English.
Must oder have to?
Lerne den wichtigsten grammatischen Unterschied zwischen must und have to — must verändert nie seine Form, deshalb übernimmt have to Vergangenheit, Zukunft und Fragen mit do. Plus: die große Falle „must not“ ≠ „muss nicht“.
Should, ought to und had better
Vergleiche drei Arten, einen Rat zu geben — should, ought to und had better — und lerne, wie sie sich in Grammatik und Stärke unterscheiden.
Need, needn't und don't need to
Lerne die zwei grammatischen „Gesichter“ von need kennen — modal (needn't) und als normales Verb (don't need to) — und wie needn't have + Partizip Perfekt funktioniert.
Bitten, Angebote und Vorschläge
Lerne, wie du mit could, would, shall und can höflich um etwas bittest, deine Hilfe anbietest und gemeinsame Aktivitäten vorschlägst.