Should, ought to und had better geben alle einen Rat, aber jedes hat seine eigenen grammatischen Besonderheiten und seinen eigenen Grad an Dringlichkeit.
Das lernst du
Should, ought to und had better geben alle einen Rat, liegen aber an verschiedenen Stellen auf der Skala — vom freundlichen Vorschlag bis zur dringenden Warnung.
Die gute Nachricht: should funktioniert fast genau wie „du solltest“. Nach beiden kommt direkt die Grundform des Verbs, ohne „zu“ bzw. to: „Wir sollten bald gehen“ — "We should leave soon." Für die starke Variante sagt man im Deutschen oft „Du solltest besser…“ oder „Du rufst besser gleich an“ — im Englischen ist dafür had better zuständig, meist verkürzt zu 'd better.
Should und ought to bedeuten fast dasselbe. Der grammatische Unterschied: Should steht nie mit to, ought dagegen braucht im Standardenglisch immer to: "You ought to see a doctor." Die Verneinung lautet "You oughtn't to be so hard on yourself." — ohne don't. (Im amerikanischen Englisch hört man in Verneinungen gelegentlich auch oughtn't ohne to, aber die Form mit to ist immer richtig.)
Im Alltag ist should deutlich häufiger. Ought to klingt etwas förmlicher, und in Fragen und Verneinungen wirkt es oft altmodisch — "Ought we to…?" ist eher britisch und gehoben; die meisten sagen einfach "Should we…?" oder "Shouldn't you…?".
Vorsicht beim deutschen „sollen“: „Du solltest“ (Rat) ist should, aber „du sollst“ drückt meist eine Anweisung von jemand anderem aus — das ist eher "you're supposed to" als should.
Had better ist stärker als should oder ought to. Es bezieht sich meist auf eine konkrete Situation und deutet an, dass etwas Unangenehmes passiert, wenn man den Rat nicht befolgt — oft mit or…: "You'd better finish this today, or you'll be in trouble." Für allgemeine Ratschläge („Man sollte viel Wasser trinken“) nimmt man should, nicht had better.
Achtung, Falle: had sieht aus wie „hätte“, und „Du hättest besser aufpassen sollen“ spricht über die Vergangenheit. Had better tut das nicht — es bedeutet „jetzt oder gleich solltest du unbedingt…“. Danach kommt die Grundform ohne to (kein „zu“ wie in „Du hast das zu erledigen“).
Die Verneinung: not kommt direkt nach better — "You'd better not forget your keys." Nicht mit wouldn't: Das 'd steht hier für had, nicht für would. (In lockerer gesprochener Sprache, besonders im Amerikanischen, verschluckt man das 'd oft ganz — "You better…" —, aber geschrieben und im Standard heißt es 'd better.)
Anders als should (und „solltest“) braucht ought immer to vor der Grundform.
Nach had better kommt direkt die Grundform — kein to, auch wenn das deutsche „hast … zu tun“ dazu verleitet.
Das 'd steht für had, nicht für would. Die Verneinung bildest du mit not direkt nach better.
„Du solltest besser…“ lässt sich nicht wörtlich übersetzen. Better verstärkt should nicht — die feste Form ist had better.
Im Deutschen gibst du einen Rat mit „du solltest“ + Infinitiv ohne „zu“: „Du solltest zum Arzt gehen.“
Das passt fast perfekt zu should: "You should see a doctor." — ebenfalls ohne to. Nur ought ist anders und braucht immer to: "You ought to see a doctor." Und had better nimmt wieder die Grundform ohne to: "You'd better see a doctor."
Im Deutschen verstärkst du einen Rat mit dem Adverb „besser“: „Du solltest besser gehen“, „Du gehst besser jetzt“
Im Englischen funktioniert better so nicht als freies Verstärkungswort. "You should better go" ist falsch. Die feste Verbindung heißt had better (kurz 'd better) + Grundform: "You'd better go now." Had better ist also eine feste Einheit, nicht should + better.
„Du hättest besser aufpassen sollen“ blickt im Deutschen zurück auf etwas, das schon passiert ist
Had better sieht ähnlich aus, meint aber jetzt oder die nahe Zukunft: "You'd better hurry" = „Beeil dich lieber (jetzt)“. Für Kritik an der Vergangenheit nimmt man should have + Partizip: "You should have been more careful."
💡 Should und had better: Grundform ohne to. Ought: immer mit to.
💡 „Du solltest besser…“ wird zu You'd better…, nicht You should better…
💡 Had better klingt nach „hätte“, meint aber jetzt oder gleich — nicht die Vergangenheit.
💡 Verneinung: oughtn't to … und 'd better not … — nie don't ought oder wouldn't better.
"We should leave soon, the traffic will be bad."
"You're right. You'd better grab your coat too, it's cold out."
"Good call. Ought we to call ahead and let them know?"
"Probably — better safe than sorry."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 3 · Wähle die richtige Verneinung
Choose the correct negative with ought to.
Übung 4 · Wähle die richtige Antwort
Choose the sentence that warns most strongly of a bad consequence if ignored.
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 6 · Wähle die richtige Antwort
Which form looks like a past tense but is not actually about the past?
Übung 7 · Wähle die richtige Verneinung
Choose the correct negative with had better.
Übung 8 · Wähle die richtige Frage
Choose the correct question with ought to.
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: 'You ___ (had better) hurry, or we'll miss the flight.'
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete: 'You ___ (ought/apologize) to her.'
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: „solltest besser“
German: "Du solltest jetzt besser gehen." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
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