May, might und could sagen, dass etwas möglich ist, ohne dass du dir sicher bist — jetzt, in der Zukunft oder schon in der Vergangenheit.
Das lernst du
May, might und could drücken Möglichkeit aus: Etwas könnte wahr sein oder passieren — sicher bist du dir nicht. Die Struktur kennst du aus dem Deutschen: Modalverb + Grundform, ohne to. "It might rain later." = „Es könnte später regnen.“ "She may be at home." = „Sie ist vielleicht zu Hause.“
Wie stark? Might und could sind etwas vorsichtiger, may klingt etwas förmlicher; im Alltag sind alle drei oft austauschbar. Für das deutsche „dürfte“ („Sie dürfte zu Hause sein“ — ziemlich wahrscheinlich) sind sie zu schwach — dafür sagst du eher "She's probably at home" oder "She should be at home".
Zwei Stolperfallen aus dem Deutschen: Erstens bekommen Modalverben nie ein -s — it might, she may, nicht „it mights“. Zweitens heißt „Es kann heute regnen“ nicht "It can rain today": Can steht für allgemeine Möglichkeiten ("It can get very cold here in winter"), für eine konkrete Vermutung brauchst du might, may oder could.
Für eine Vermutung über etwas, das genau jetzt im Gange sein könnte, nimmst du may/might/could + be + -ing. "She might be sleeping right now." = „Sie schläft vielleicht gerade.“ Das Deutsche hat keine Verlaufsform — darum fehlt hier gern be ("She might sleeping") oder das -ing.
Verneint wird mit not direkt nach dem Modalverb, ohne do: "It might not rain after all." Achtung: „vielleicht nicht“ („Es regnet vielleicht doch nicht“) heißt might not oder may not, nicht couldn't. Couldn't bzw. can't bedeutet im Englischen „unmöglich“: "He can't be at home" = „Er kann unmöglich zu Hause sein.“
Für eine Vermutung über die Vergangenheit nimmst du may/might/could + have + Partizip — das entspricht genau dem deutschen „könnte … haben“: „Sie könnten den Bus verpasst haben“ → "They could have missed the bus." Nur die Reihenfolge ist anders: Im Englischen stehen alle Verbteile zusammen.
Häufig sagt man auf Deutsch einfach „Sie hat es vielleicht vergessen“ — auf Englisch dann "She may have forgotten". Nach dem Modalverb steht nie eine Vergangenheitsform: nicht "She may forgot", sondern "She may have forgotten". Im Gesprochenen wird could have oft zu could've verkürzt.
Direkt nach dem Modalverb steht die Grundform be, nicht being. Die -ing-Form kommt erst beim nächsten Verb, falls es eins gibt (might be working).
Für die Vergangenheit brauchst du have + Partizip — wie „könnte … gegangen sein“. Eine einfache Vergangenheitsform nach dem Modalverb ist falsch.
Modalverben brauchen kein do: not kommt direkt nach might/may — wie „Es regnet vielleicht doch nicht“.
„Es kann später regnen“ ist eine konkrete Vermutung — dafür nimmst du might, may oder could. Can beschreibt nur allgemeine Möglichkeiten.
Couldn't/can't bedeutet „unmöglich“. Für „vielleicht nicht“ („Er ist vielleicht nicht zu Hause“) nimmst du might not oder may not.
„Es kann regnen“, „Es könnte regnen“, „Es dürfte regnen“ — drei Abstufungen im Deutschen
Könnte passt gut zu could/might: „Es könnte regnen“ = "It could rain" / "It might rain". Kann ist schwieriger: Im Deutschen geht „Es kann heute noch regnen“, im Englischen klingt "It can rain today" falsch — can beschreibt nur, was grundsätzlich vorkommt ("It can rain a lot in April"). Dürfte ist stärker als might: „Er dürfte schon da sein“ heißt eher "He's probably there by now" oder "He should be there by now".
„Es könnte sein, dass er nicht kommt“ — „könnte“ und „nicht“ lassen die Sache offen
Im Englischen gilt: might not / may not = „vielleicht nicht“, couldn't / can't = „unmöglich“. "He might not come" heißt „Er kommt vielleicht nicht“, "He couldn't be at home" dagegen „Er kann auf keinen Fall zu Hause sein“. Wer „könnte nicht“ eins zu eins mit couldn't übersetzt, klingt viel bestimmter als gemeint.
„vielleicht“ und „mag“
„Vielleicht“ ist das Adverb maybe — in einem Wort: "Maybe she's at home." Getrennt geschrieben, may be, ist es das Modalverb mit be: "She may be at home." Beide Sätze sind richtig, aber nicht vermischen ("May be she is at home" ist falsch). Und may hat nichts mit „mögen“ zu tun — höchstens mit dem gehobenen „Das mag sein“ = "That may be (true)".
💡 Konkrete Vermutung = might/may/could, nicht can: It might rain later.
💡 „Vielleicht nicht“ = might not / may not; couldn't und can't heißen „unmöglich“.
💡 „Könnte … haben“ = could/might/may have + Partizip — alle Verbteile zusammen.
"Have you heard from Sam? He's late."
"He might be stuck in traffic."
"Maybe. Or he could have forgotten about the meeting."
"True — let's give him a call and see."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — expressing possibility.
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 4 · Wähle die richtige Verneinung
Choose the correct negative.
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — a possibility happening right now.
Übung 6 · Wähle die richtige Antwort
Which modal is also commonly used to give permission, as in 'You ___ leave now'?
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — possibility about the past.
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — possibility about the past.
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: 'He ___ (might/be) busy — try calling later.'
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete (past possibility): 'They ___ (could/have/left) already.'
Übung 11 · Ordne die Formen den Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler aus dem Deutschen
German: "Es kann heute Nacht schneien." Which English sentence is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the correct sentence.
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