Mit can, could und be able to sagst du, was jemand kann — jetzt, früher oder in Zukunft. Vieles funktioniert wie „können“, aber nicht alles.
Das lernst du
Can, could und be able to drücken alle eine Fähigkeit aus — körperlich, geistig oder erlernt.
Vieles kennst du schon von „können“: Can hat bei he/she/it keine Endung (wie „er kann“), das Verb danach steht in der Grundform, und Fragen und Verneinungen funktionieren ohne do: "She can speak three languages.", nicht "She can speaks..." — und "Can you drive?", nicht "Do you can drive?". Der Unterschied zur deutschen Wortstellung: Das Hauptverb steht nicht am Satzende, sondern direkt nach can.
Eine typisch deutsche Falle: Im Deutschen kann „können“ allein stehen — „Ich kann Englisch“, „Sie kann gut Klavier“. Im Englischen braucht can immer ein Verb: "I can speak English." "She can play the piano well."
Wie „können“ kann can übrigens auch Erlaubnis oder Möglichkeit ausdrücken ("Can I open the window?"). In dieser Lektion geht es aber um Fähigkeiten.
Can ist der häufigste Weg, eine Fähigkeit in der Gegenwart auszudrücken. Be able to bedeutet dasselbe, funktioniert aber auch in Zeitformen, die can nicht hat — zum Beispiel in der Zukunft oder im Perfect.
Hier liegt der große Unterschied zum Deutschen: „Können“ ist ein vollständiges Verb mit Infinitiv und Partizip — „Ich werde kommen können“, „Ich habe nicht schlafen können“, „Ich möchte das können“. Englisches can hat nur zwei Formen: can und could. Nach will, nach have/has und nach to nimmst du deshalb be able to: "After the course, you will be able to cook Italian food." "I haven't been able to sleep well this week." Nicht "will can", "haven't could" oder "to can".
Could beschreibt eine allgemeine Fähigkeit, die jemand über einen längeren Zeitraum in der Vergangenheit hatte. Für eine einzelne, konkrete Sache, die geklappt hat, nimmt das Englische lieber was/were able to (oder managed to = „es geschafft haben“). Could kann hier seltsam klingen oder sogar andeuten, dass es gar nicht passiert ist.
Das Deutsche unterscheidet hier nicht: „Meine Oma konnte fünf Sprachen“ (allgemein) und „Trotz des Sturms konnten sie den Gipfel erreichen“ (einmal geschafft) stehen beide mit „konnte“. Frag dich deshalb: Geht es um eine Fähigkeit über längere Zeit — oder um ein einzelnes Mal, bei dem es geklappt hat?
Zwei Ausnahmen, bei denen could auch für ein einzelnes Ereignis völlig normal ist: in der Verneinung ("I couldn't open the door.") und mit Wahrnehmungsverben wie see, hear oder smell ("We could see the lake from the summit.").
Wörtlich aus „Ich kann Englisch“. Can braucht immer ein Verb — bei Sprachen meistens speak.
Wörtlich aus „Wir werden nicht teilnehmen können“. Nach will/won't kann kein can stehen — nimm be able to.
Wörtlich aus „Ich habe nicht schlafen können“. Can hat kein Partizip — im Present Perfect brauchst du been able to.
Kein do bei can — stell can einfach vor das Subjekt, genau wie „Kannst du fahren?“.
„Konnten sie … erreichen“ meint hier: Sie haben es einmal geschafft. Dafür nimmst du was/were able to (oder managed to), nicht could.
„Können“ hat bei er/sie/es keine Endung, und Fragen bildest du durch Umstellen: „Er kann schwimmen“, „Kannst du fahren?“
Genau so funktioniert can: "He can swim." (ohne -s), "Can you drive?" (ohne do), "He can't swim." (Verneinung direkt an can). Der einzige Unterschied: Das Hauptverb steht im Englischen direkt nach can, nicht am Satzende.
Im Deutschen kann „können“ ohne zweites Verb stehen: „Ich kann Englisch“, „Kannst du Spanisch?“
Englisches can braucht immer ein Hauptverb. Bei Sprachen ist das meist speak: "I can speak English." "Can you speak Spanish?" — nicht "I can English." Ebenso bei Instrumenten oder Sportarten: "She can play the piano."
„Können“ hat alle Verbformen: „Ich werde kommen können“, „Ich habe nicht schlafen können“, „Ich möchte gut Englisch sprechen können“
Can hat nur can und could — keinen Infinitiv, kein Partizip, keine Zukunftsform. Überall dort brauchst du be able to: "We won't be able to attend the meeting." "I haven't been able to sleep well this week." Wer „werde … können“ oder „habe … können“ wörtlich überträgt, landet bei "will can" oder "haven't could" — beides gibt es nicht.
„Konnte“ steht im Deutschen sowohl für eine allgemeine Fähigkeit als auch für etwas, das einmal geklappt hat
Im Englischen ist could die allgemeine Fähigkeit ("My grandmother could speak five languages."). Für ein einzelnes geschafftes Ereignis nimmst du was/were able to oder managed to: "Despite the storm, they were able to reach the summit." In der Verneinung (couldn't) und mit see/hear ist could aber auch für ein einzelnes Ereignis in Ordnung.
💡 „Ich kann Englisch“ → I can speak English: Can braucht immer ein Verb.
💡 Nach will, have/has oder to steht nie can — dort nimmst du be able to.
💡 „Konnte“ für ein einzelnes geschafftes Ereignis → was/were able to oder managed to; für eine allgemeine Fähigkeit → could.
"Can you drive?"
"Yes, I can — I've been driving for ten years."
"Could you drive when you were a teenager?"
"No, I couldn't — I learned much later."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — present ability.
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — past ability.
Übung 3 · Wähle die richtige Verneinung
Choose the correct negative.
Übung 4 · Wähle die richtige Frage
Choose the correct question.
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — future ability.
Übung 6 · Wähle die richtige Antwort
Which phrase must you use where 'can' has no form available, such as after 'will'?
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence for a specific past achievement (one completed event).
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: 'My grandmother ___ (can/speak) five languages when she was younger.'
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete: 'I ___ (not/can/come) to the party tomorrow — I'm working.'
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: „können“ ohne Verb
German: "Ich kann ein bisschen Englisch." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the correct sentence.
Modalverben der Erlaubnis
Lerne, wie du auf Englisch mit can, could und may um Erlaubnis bittest, sie erteilst oder verweigerst — und wie du dabei den richtigen Ton zwischen locker und förmlich triffst.
Pflicht und Verbot
Lerne, wie du mit must und have to ausdrückst, dass etwas nötig ist — und warum mustn't (verboten) und don't have to (nicht nötig) für Deutschsprachige die gefährlichste Falle sind.
Bitten, Angebote und Vorschläge
Lerne, wie du mit could, would, shall und can höflich um etwas bittest, deine Hilfe anbietest und gemeinsame Aktivitäten vorschlägst.
Must oder have to?
Lerne den wichtigsten grammatischen Unterschied zwischen must und have to — must verändert nie seine Form, deshalb übernimmt have to Vergangenheit, Zukunft und Fragen mit do. Plus: die große Falle „must not“ ≠ „muss nicht“.