Drive careful oder drive carefully, I feel bad oder I feel badly — kleine Endungen, die im Deutschen gar nicht existieren, aber im Englischen sofort auffallen.
Das lernst du
Adjektive und Adverbien beschreiben beide etwas, aber unterschiedliche Teile des Satzes. Ein Adjektiv beschreibt ein Nomen (a careful driver). Ein Adverb beschreibt, WIE eine Handlung passiert (drive carefully). Diese beiden zu verwechseln gehört zu den häufigsten Fehlern — auch auf ziemlich hohem Niveau.
Im Deutschen siehst du den Unterschied nicht: „ein vorsichtiger Fahrer“ und „vorsichtig fahren“ — das Adverb ist einfach die Grundform des Adjektivs. Im Englischen bekommt das Adverb meist eine eigene Endung: -ly.
Wenn du beschreibst, WIE etwas getan wird, brauchst du meistens die Adverbform mit -ly, nicht das einfache Adjektiv.
Das ist der typischste deutsche Fehler: „Sie singt schön“ wird zu "She sings beautiful", „Er spricht fließend Englisch“ zu "He speaks English fluent". Richtig: "She sings beautifully.", "He speaks English fluently."
Aber Vorsicht vor Übergeneralisierung: Ein paar häufige Adverbien haben kein -ly, z. B. fast, hard, late, early ("He drives fast.", "She works hard."). Hardly bedeutet sogar etwas anderes — „kaum“.
Verbindungsverben wie be, feel, look, seem, taste, smell und sound verbinden das Subjekt mit einer Beschreibung des Subjekts selbst — nicht einer Handlung. Deshalb steht danach ein Adjektiv, kein Adverb.
Hier hilft dir dein Deutsch sogar: „Die Suppe schmeckt gut“, „Sie sah glücklich aus“ — auch im Englischen bleibt die Form ohne Endung: "This soup tastes good.", "She looked happy." Hänge nicht aus Übereifer ein -ly an. Achtung: Wenn look eine Handlung ist („genau hinsehen“), steht ein Adverb: "Look carefully."
Good ist ein Adjektiv — es beschreibt ein Nomen. Well ist meist das passende Adverb und beschreibt, wie etwas getan wird. Well kann außerdem ein Adjektiv mit der Bedeutung „gesund“ sein.
Im Deutschen ist beides „gut“. Der Test: Beschreibt „gut“ eine Sache oder Person (der Test war gut, die Suppe schmeckt gut)? Dann good. Beschreibt es, wie jemand etwas tut (er spielt gut Gitarre, er hat gut abgeschnitten)? Dann well: "He plays the guitar well." „Mir geht es gut“ heißt "I'm fine", "I'm well" oder umgangssprachlich "I'm good".
„Vorsichtig fahren“ hat im Deutschen keine Endung — im Englischen braucht das Verb drive ein Adverb mit -ly.
„Sie singt schön“ beschreibt, WIE sie singt — dafür brauchst du das Adverb beautifully.
Feel ist hier ein Verbindungsverb, das einen Zustand beschreibt, keine Handlung — danach steht ein Adjektiv. („I feel badly“ hört man in lockerem amerikanischem Englisch, aber „I feel bad“ ist der Standard und die sichere Wahl.)
Hier geht es darum, wie er abgeschnitten hat — also das Adverb well, nicht das Adjektiv good, auch wenn beides im Deutschen „gut“ ist.
Really (Adverb) verstärkt das Adjektiv interesting; real ist selbst ein Adjektiv und kann ein anderes Adjektiv so nicht verstärken — auch wenn man im Deutschen „echt interessant“ sagt.
Hard ist schon das Adverb („hart, fleißig“). Hardly bedeutet „kaum“ — „He hardly works“ heißt also „Er arbeitet kaum“.
Im Deutschen hat das Adverb der Art und Weise keine eigene Endung: „Sie singt schön“, „Fahr vorsichtig!“
Im Englischen bekommt das Adverb in den meisten Fällen -ly: "She sings beautifully.", "Drive carefully." Wer die deutsche Form direkt überträgt, sagt "She sings beautiful" oder "Drive careful" — das klingt sofort fehlerhaft. Frag dich bei jedem Verb: Beschreibe ich, WIE jemand etwas tut? Dann brauchst du das Adverb.
„gut“ ist im Deutschen Adjektiv und Adverb zugleich
Im Englischen trennt sich „gut“ in good (Adjektiv) und well (Adverb). "He plays the guitar good" ist falsch, richtig ist "He plays the guitar well". Nach Verbindungsverben bleibt es aber good: "This soup tastes good." In der lockeren amerikanischen Umgangssprache hört man manchmal "He did good" — im Standardenglisch und in Prüfungen ist "He did well" richtig.
Umgangssprachlich verstärkt man im Deutschen mit „echt“ oder „richtig“: „echt interessant“
Im Englischen verstärkt das Adverb really ein Adjektiv: "It was a really interesting film." Real ist ein Adjektiv („echt, wirklich vorhanden“: a real diamond) und verstärkt im Standardenglisch kein anderes Adjektiv. "Real interesting" hört man zwar in sehr lockerem amerikanischem Englisch, aber es gilt als nicht standardsprachlich.
💡 Beschreibt das Wort, WIE jemand etwas tut? Dann Adverb (meist mit -ly) — auch wenn das deutsche Wort keine Endung hat.
💡 Nach be, feel, look, seem, taste, smell, sound bleibt es beim Adjektiv — genau wie im Deutschen: tastes good, looks happy.
💡 „Gut“ als Beschreibung einer Sache → good; „gut“ als Art und Weise → well.
"How did it go?"
"I think it went really well — the audience seemed genuinely interested."
"That's great! You spoke really clearly, too."
"Thanks — I was a bit nervous, but I tried to stay calm."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 4 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 6 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Which is correct?
Übung 9 · Korrigiere den Fehler
Correct the mistake: He plays the guitar good.
Übung 10 · Korrigiere den Fehler
Correct the mistake: She is a quick learner and learns things quick.
Übung 11 · Typischer Fehler: Adverb ohne -ly
German: "Sie singt schön." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Which is correct?
Typische Fehler mit Verben
Ein kompakter Überblick über die häufigsten Verbfehler: überflüssiges be, fehlendes -s, doppelt markierte Zeitform, falsch eingesetzte Hilfsverben — plus die typischen deutschen Fallen make/do, become und das Perfekt.
Fehler bei der Subjekt-Verb-Kongruenz
Die typischen Stolperfallen bei der Übereinstimmung von Subjekt und Verb im Englischen — das Verb richtet sich nach dem falschen Nomen, everyone wird wie „alle“ behandelt, und Wörter wie police und news haben eine andere Zahl als im Deutschen.
Typische Fehler mit Artikeln
Die hartnäckigsten Artikelfehler deutschsprachiger Lernender — fehlendes a/an vor Berufen, ein überflüssiges the bei allgemeinen Aussagen, Ländernamen, Schule, Arbeit und Verkehrsmitteln.
Typische Fehler mit Präpositionen
Die Präpositionen, die deutschsprachige Lernende am häufigsten falsch kombinieren — married to (nicht with), depend on (nicht of/from), discuss ohne about, good at statt good in.