Bejahter und verneinter Imperativ

A1 · AnfängerImperativ

Close the door. Don't touch that! Der Imperativ lässt das Subjekt ganz weg und benutzt einfach die Grundform des Verbs — eine einzige Form für alle.

Das lernst du

  • Der Imperativ benutzt die Grundform des Verbs, ganz ohne Subjekt — eine Form statt „komm / kommt / kommen Sie“
  • Der verneinte Imperativ wird mit Don't + Grundform gebildet (förmlich: Do not), egal wen du ansprichst
  • Mit „please“ am Anfang oder am Ende machst du eine Aufforderung höflicher
  • Der Imperativ steht für Befehle, Anweisungen, Warnungen und Bitten

Ohne Subjekt

Ein Imperativsatz richtet eine Aufforderung oder Anweisung direkt an dein Gegenüber. Er lässt das Subjekt „you“ ganz weg und beginnt sofort mit der Grundform des Verbs.

Gute Nachricht: Im Deutschen musst du zwischen „Komm!“, „Kommt!“ und „Kommen Sie!“ wählen. Im Englischen gibt es nur eine Form — „Come!“ — für einen Freund, eine Gruppe oder deine Chefin. Achtung nur bei der Sie-Form: Dort steht im Deutschen ein Pronomen („Schließen Sie die Tür!“), im Englischen nicht.

"Close the door."
"Be careful!"

Der verneinte Imperativ

Im Deutschen hängst du „nicht“ einfach hinter das Verb: „Fass das nicht an!“, „Sei nicht traurig!“. Im Englischen geht das nicht. Du setzt Don't vor die Grundform des Verbs — und das gilt für jedes Verb, auch für be.

"Don't touch that!"
"Don't be late."

Höflicher mit please

Im Deutschen klingt ein einfacher Imperativ oft ganz neutral. Im Englischen wirkt ein nackter Befehl schnell schroff. Mit „please“ am Anfang oder am Ende klingt die Aufforderung höflicher — trotzdem bleibt sie eine ziemlich direkte Art zu bitten.

"Sit down, please."
"Please close the window."

Beispiele aus dem echten Englisch

"Wait here."
"Don't touch the stove."
"Be honest."
"Don't be afraid."

Achtung

✗You close the door.
✓Close the door.

Auch wenn es im Deutschen „Schließen Sie die Tür!“ heißt — der englische Imperativ hat kein Subjekt. Mit „you“ wird daraus eine Feststellung, kein Befehl.

✗Not touch that!
✓Don't touch that!

Der verneinte Imperativ braucht Don't — „not“ allein kann die Grundform nicht verneinen.

✗Touch that not!
✓Don't touch that!

Nicht wie „Fass das nicht an!“ übertragen: Die Verneinung steht im Englischen als Don't ganz vorne, nicht hinter dem Verb.

✗Be not late.
✓Don't be late.

Auch bei be („Sei nicht traurig!“) brauchst du Don't — „be not“ benutzt man im modernen Englisch nicht.

Vergleich mit deiner Sprache

Im Deutschen hat der Imperativ drei Formen: „Komm!“ (du), „Kommt!“ (ihr), „Kommen Sie!“ (Sie) — die Sie-Form sogar mit Pronomen

Im Englischen gibt es nur eine Form, die Grundform des Verbs: „Come!“, „Close the door.“ Es kommt kein Pronomen dazu, auch nicht in höflichen Situationen. Wer die Sie-Form wörtlich überträgt, sagt „You close the door.“ — und das klingt wie eine Feststellung („Du schließt die Tür.“), nicht wie eine Aufforderung. (Ein betontes „You wait here!“ gibt es zwar umgangssprachlich, es wirkt aber sehr scharf.)

Im Deutschen verneinst du den Imperativ mit „nicht“ hinter dem Verb: „Komm nicht!“, „Fass das nicht an!“, „Sei nicht traurig!“

Im Englischen steht Don't immer ganz vorne, vor der Grundform: „Don't touch that!“, „Don't be late.“ Formen wie „Come not!“, „Touch that not!“ oder „Be not late.“ klingen wie aus einem alten Theaterstück — modernes Englisch verneint den Imperativ mit Don't (förmlich oder auf Schildern auch Do not: „Do not enter.“).

Im Deutschen ist ein direkter Imperativ wie „Gib mir das Salz.“ oft völlig normal und nicht unhöflich

Im Englischen kann derselbe direkte Befehl unfreundlich wirken. Ein „please“ am Anfang oder Ende macht ihn deutlich weicher: „Please close the window.“ / „Sit down, please.“ Gerade gegenüber Fremden oder Kollegen solltest du es nicht weglassen.

💡 „Komm nicht!“ heißt nicht „Come not!“ — im Englischen steht Don't vor dem Verb: Don't come!

💡 Eine Form für alle: kein „you“, auch nicht da, wo du im Deutschen „Sie“ sagen würdest.

Alltagssituation — schnell den Weg erklären

"How do I get to the station?"

"Turn left at the corner, then go straight for two blocks."

"Don't take the first left — that's a dead end."

"Got it, thanks!"

Übung

Übung 1 · Wähle die richtige Aufforderung

Choose the correct command.

Übung 2 · Wähle die richtige Aufforderung

Choose the correct command.

Übung 3 · Wähle die richtige verneinte Aufforderung

Choose the correct negative command.

Übung 4 · Wähle die richtige verneinte Aufforderung

Choose the correct negative command.

Übung 5 · Wähle die richtige Aufforderung

Choose the correct command.

Übung 6 · Wähle die richtige verneinte Aufforderung

Choose the correct negative command.

Übung 7 · Wähle die richtige Aufforderung

Choose the correct command.

Übung 8 · Wähle die richtige verneinte Aufforderung

Choose the correct negative command.

Übung 9 · Mach daraus eine Aufforderung

Make this a command: 'You should open the window.'

Übung 10 · Mach daraus eine verneinte Aufforderung

Make this a negative command: 'You should not run here.'

Übung 11 · Ordne die Gruppen zu

Sit down.
Don't sit there.
Open the window.
Don't open that door.
Be quiet.
Don't be rude.

0 / 6 zugeordnet

Übung 12 · Typischer Fehler: „nicht“ hinter dem Verb

German: "Fass das nicht an!" Which English translation is correct?

Kurztest

Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.

Frage 1 / 5

Punkte: 0/0

Choose the correct command.

Das hast du gelernt

  • Der Imperativ benutzt die Grundform des Verbs, ganz ohne Subjekt — eine Form statt drei wie im Deutschen.
  • Der verneinte Imperativ heißt Don't + Grundform (förmlich: Do not), auch bei be — nie mit „not“ hinter dem Verb wie im Deutschen.
  • „Please“ am Anfang oder Ende macht eine Aufforderung höflicher — im Englischen wichtiger als im Deutschen.
  • Der Imperativ steht für Befehle, Anweisungen, Warnungen und Bitten.
Alle Lektionen dieser Kategorie ansehen