I don't have any money — nicht „I don't have no money“. Im Standardenglisch steht nach einem verneinten Verb ein any-Wort, kein no-Wort.
Das lernst du
Gute Nachricht: Hier funktioniert Englisch wie Hochdeutsch. Du sagst „Ich habe kein Geld“, nicht „Ich habe nicht kein Geld“ — und genauso verwendet Standardenglisch nur ein verneinendes Wort pro Teilsatz. Ein verneintes Verb (don't, can't, isn't...) steht mit einem any-Wort (any, anybody, anything, anywhere, ever) — nicht mit einem no-Wort, das schon selbst verneint.
Doppelte Verneinung wie "I don't have no money" gibt es durchaus — in vielen Dialekten und in der Umgangssprache, ähnlich wie im Bairischen („Des hat koana ned gwusst“). In der Standardsprache, in Prüfungen und im Beruf gilt sie aber als falsch.
Eine Ausnahme kennst du auch aus dem Deutschen: Wenn sich zwei Verneinungen bewusst aufheben sollen („Das ist nicht unwichtig“, „Wir können nicht nichts tun“), ist das auch im Englischen korrekt. Darum geht es in dieser Lektion aber nicht — hier geht es um die Verstärkung, bei der beide Wörter dasselbe „nein“ meinen.
Es gibt zwei korrekte Wege: verneintes Verb + any-Wort ("She didn't say anything.") oder no-Wort + bejahtes Verb ("She said nothing."). Wer beides mischt, landet bei der doppelten Verneinung.
Achtung, hier stolpern Deutschsprachige oft: Das Deutsche greift fast immer zum no-Wort („Ich kann es nirgends finden“, „Ich habe niemanden gesehen“). Im Englischen ist die Variante mit not + any-Wort im Alltag meist die natürlichere, vor allem nach Modalverben wie can oder bei längeren Sätzen. "We can find it nowhere." ist zwar korrekt, klingt aber förmlich bis steif — normal ist "We can't find it anywhere."
Steht das verneinte Wort am Satzanfang als Subjekt, geht nur das no-Wort: "Nobody called." — nicht "Anybody didn't call."
Und noch eine typisch deutsche Falle: „jemand“, „etwas“, „irgendwo“ heißen nach not nicht somebody, something, somewhere, sondern anybody, anything, anywhere. "I didn't see anybody." heißt „Ich habe niemanden gesehen“, "I didn't see somebody" würde eher bedeuten, dass du eine bestimmte Person nicht gesehen hast.
Hardly, scarcely und barely entsprechen dem deutschen „kaum“ — und funktionieren genauso: „Ich kenne ihn kaum“, nicht „Ich kenne ihn nicht kaum“. Sie sind schon fast eine Verneinung und stehen deshalb mit einem bejahten Verb: "I hardly know him.", nicht "I don't hardly know him."
Nach hardly/barely folgt, wie nach not, ein any-Wort: "She barely eats anything." Und Vorsicht: hardly heißt „kaum“, nicht „hart“ — „hart arbeiten“ ist work hard.
Don't und no verneinen beide — so wie du im Deutschen nicht „nicht kein Geld“ sagst, steht im Standardenglisch nur eins von beiden.
Nothing bedeutet schon „not anything“. Zusammen mit don't wird doppelt verneint — entweder „I don't want anything“ oder „I want nothing“.
Hardly ist wie „kaum“ schon fast eine Verneinung — „Sie kann dich kaum hören“, nicht „Sie kann dich nicht kaum hören“.
„Nirgends“ heißt nach can't nicht nowhere, sondern anywhere — die Verneinung steckt schon in can't.
„Ich habe niemanden gesehen“ heißt „I didn't see anybody“ (oder „I saw nobody“). Somebody nach not klingt, als hättest du eine bestimmte Person nicht gesehen.
Im Hochdeutschen gibt es pro Satz nur eine Verneinung: „Ich habe nichts gesagt“, „Ich habe niemanden gesehen“ — doppelte Verneinung kennst du höchstens aus Dialekten
Standardenglisch folgt genau derselben Logik: "She didn't say anything." oder "She said nothing." — aber nicht "She didn't say nothing." Dein deutsches Sprachgefühl hilft dir hier also. Wenn dir "don't ... no" falsch vorkommt, liegst du richtig.
Das Deutsche verneint am liebsten mit kein, nichts, niemand, nirgends, nie — und lässt das Verb bejaht: „Ich kann es nirgends finden“
Im Englischen ist im Alltag meist not + any-Wort natürlicher: "I can't find it anywhere." statt des steifen "I can find it nowhere." Wichtig: Entscheide dich für eine Variante. Wer das deutsche „nirgends“ als nowhere übersetzt UND das englische can't benutzt, landet bei "I can't find it nowhere" — einer doppelten Verneinung.
„Jemand“, „etwas“ und „irgendwo“ übersetzt man meist mit somebody, something, somewhere
Nach einer Verneinung (und meist auch in Fragen) nimmt Englisch die any-Wörter: "We don't know anybody here." — nicht "We don't know somebody here." Der Satz mit somebody würde bedeuten, dass es eine bestimmte Person gibt, die ihr nicht kennt.
💡 Hier hilft dir dein Hochdeutsch: eine Verneinung pro Satz — nie don't + no-Wort.
💡 Steht schon don't, can't, didn't... im Satz, folgt ein any-Wort: anybody, anything, anywhere.
💡 Hardly, barely und scarcely sind wie „kaum“ — kein zusätzliches not.
"Have you found your keys?"
"No, I still can't find them anywhere."
"Did anyone check under the couch?"
"I looked — there was nothing there."
Übung 1 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 2 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 3 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 4 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 5 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 6 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 7 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence.
Übung 8 · Wähle den standardsprachlichen Satz
Choose the standard English sentence — 'hardly' is already near-negative.
Übung 9 · Korrigiere die doppelte Verneinung
Fix the double negative: 'I don't want nothing.'
Übung 10 · Korrigiere die doppelte Verneinung
Fix the double negative: 'She can't hardly hear you.'
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: jemand/niemand übersetzen
German: "Ich habe auf der Party niemanden gesehen." Which English translation is correct standard English?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the standard English sentence.
Verneinte Fragen
Lerne, wie du im Englischen eine verneinte Frage bildest — das zusammengezogene Hilfsverb + n't wandert vor das Subjekt, bei Ja/Nein-Fragen genauso wie bei W-Fragen.
No, never, nobody und nothing
Lerne die „No-Wörter“ kennen — no, never, nobody, nothing, nowhere — die zweite, genauso natürliche Art, einen englischen Satz zu verneinen.
Verneinte Sätze mit not
Lerne, wie du im Englischen verneinst — not braucht immer ein Hilfsverb (be, do/does/did oder ein Modalverb), an das es sich hängen kann.
Fortgeschrittene Frageformen
Lerne zwei typisch englische Frage-Muster: die Präposition am Ende der Frage und verneinte Fragen, mit denen man Überraschung ausdrückt oder Zustimmung erwartet.