Der „bare infinitive“ ist die Grundform des Verbs ohne to: She can swim. They let him go. He made me laugh. Vieles davon kennst du schon aus dem Deutschen: „Ich kann schwimmen“ — ganz ohne „zu“.
Das lernst du
Normalerweise lernst du englische Verben mit to: to swim, to go, to ask. In ein paar festen Positionen fällt das to aber weg, und es bleibt nur die Grundform — der „bare infinitive“ (wörtlich: „nackter Infinitiv“). Die wichtigsten Positionen: nach Modalverben und nach let/make.
Das Prinzip kennst du aus dem Deutschen: „Ich kann schwimmen“, „Sie lassen mich lange ausbleiben“ — auch hier steht kein „zu“. Wo das Deutsche ohne „zu“ auskommt, kommt das Englische oft auch ohne to aus.
Nach den Modalverben can, could, will, would, shall, should, may, might und must steht immer die Grundform ohne to: "You must finish this by Friday." "We should leave before it gets dark." Das ist genau wie im Deutschen: „Du musst das bis Freitag fertig machen“, nicht „... fertig zu machen“.
Vorsicht bei have to, be able to, need to und ought to: Diese Ausdrücke behalten ihr to ("I have to go", "You ought to call her"). Genau das ist der Unterschied — can braucht kein to, be able to schon.
Im Aktiv folgt auf let und make eine Person und dann die Grundform — ohne to: "She let him go." "The movie made me cry."
Let ist für dich leicht, denn es funktioniert wie „lassen“ im Sinne von „erlauben“: „Sie ließ ihn gehen“ → "She let him go." Make ist die eigentliche Falle: Im Deutschen sagst du dafür oft „zwingen, ... zu“ oder „zum Weinen bringen“, und dieses „zu“ rutscht leicht ins Englische ("made me to cry"). Im aktiven Satz mit make gibt es aber kein to.
Achtung: „Lassen“ hat im Deutschen mehr Bedeutungen als let. Let heißt nur „erlauben, zulassen“. Wenn „lassen“ „dafür sorgen, dass jemand etwas tut“ bedeutet, nimmst du make ("The teacher made us redo the assignment" — „Der Lehrer ließ uns die Aufgabe noch einmal machen“). Und „Ich lasse mein Auto reparieren“ heißt "I'm having my car repaired" — nicht "I let repair my car".
Nach help sind beide Formen richtig: "help me carry" und "help me to carry". Die Form ohne to ist im Alltag häufiger, vor allem im amerikanischen Englisch. Falsch ist dagegen eine -ing-Form ("help me to carrying").
Hier liegt die überraschende Regel: Wird make im Passiv benutzt (was/were made), steht vor dem Infinitiv wieder to: "I was made to apologize." "He was made to wait outside."
Für dich ist das eher eine Hilfe: Auch im Deutschen sagst du „Ich wurde gezwungen, mich zu entschuldigen“ — mit „zu“. Merke dir also: aktiv "made him wait", passiv "was made to wait".
Let + Infinitiv hat normalerweise kein Passiv ("was let go" ist eine feste Wendung und heißt „wurde entlassen“). Für „durfte“ sagst du be allowed to: "I was allowed to leave early." Verben wie tell und ask brauchen ohnehin immer to — im Aktiv ("They told him to wait") wie im Passiv ("He was told to wait").
Auch nach had better (meist kurz: 'd better), would rather (meist kurz: 'd rather) und why not steht die Grundform ohne to: "You'd better leave now." „Du solltest jetzt lieber gehen.“ — "I'd rather stay home tonight." „Ich würde heute Abend lieber zu Hause bleiben.“
Why not + Grundform ist ein Vorschlag, genau wie im Deutschen „Warum nicht einfach fragen?“: "Why not ask him yourself?" — nicht "Why not to ask". Kleine Feinheit: Folgt auf would rather ein ganzer Satz mit eigenem Subjekt, sieht es anders aus ("I'd rather you stayed") — aber direkt nach would rather steht das Verb ohne to.
Nach Modalverben steht nie to — wie im Deutschen: „Sie kann sehr gut schwimmen“, nicht „... zu schwimmen“.
Im Aktiv steht nach make + Person die Grundform ohne to — auch wenn du im Deutschen „zwingen, ... zu“ oder „zum Weinen bringen“ denkst.
Im Passiv (was/were made) kommt to zurück — wie „Ich wurde gezwungen, mich zu entschuldigen“.
„Ich habe mein Auto reparieren lassen“ heißt nicht let — let bedeutet nur „erlauben“. Für Dienstleistungen nimmst du have + Objekt + Partizip.
Im Deutschen steht nach Modalverben der Infinitiv ohne „zu“: „Ich kann schwimmen“, „Du musst gehen“, „Wir sollten gehen“
Das ist im Englischen genauso — deshalb ist dieser Teil für dich einfach: "She can swim", "You must go", "We should leave". Vorsicht nur bei have to, be able to, need to und ought to: Sie behalten ihr to.
Für make sagst du im Deutschen oft „zwingen, ... zu“ oder „zum ... bringen“: „Sie haben ihn gezwungen, draußen zu warten“, „Der Film hat mich zum Weinen gebracht“
Das deutsche „zu“ darf nicht ins aktive make wandern: "They made him wait outside", "The movie made me cry" — kein to. Erst im Passiv kommt to zurück, und da passt es wieder zum Deutschen: "He was made to wait outside" — „Er wurde gezwungen, draußen zu warten“.
„Lassen“ hat im Deutschen drei Bedeutungen: erlauben („Sie lässt mich gehen“), veranlassen („Der Lehrer ließ uns die Aufgabe noch einmal machen“) und etwas machen lassen („Ich lasse mein Auto reparieren“)
Let deckt nur die erste Bedeutung ab: "She let him go" = „Sie ließ ihn gehen“ (sie erlaubte es). Wenn jemand etwas tun muss, nimmst du make: "The teacher made us redo the assignment." Und für Dienstleistungen nimmst du have/get + Partizip: "I'm having my car repaired" — nicht "I let repair my car".
💡 Wo im Deutschen nach einem Modalverb kein „zu“ steht, steht im Englischen auch kein to: can swim, must finish, should leave.
💡 Make im Aktiv: kein to (made him wait). Make im Passiv: to kommt zurück (was made to wait).
💡 Let heißt nur „erlauben“ — nicht jedes deutsche „lassen“ ist let.
"Can I stay out past ten tonight?"
"I'll let you stay out until ten thirty, but you must text me when you leave."
"Okay, deal. Why not just come pick me up instead?"
"You'd better call me first — I might be busy."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — after a modal verb.
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — after 'let'.
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — after 'make' (active).
Übung 4 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — passive 'make' needs 'to' back.
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — after 'had better'.
Übung 6 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — after 'would rather'.
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — after 'help' (bare infinitive is common and natural).
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — 'why not' + bare infinitive.
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete with the bare infinitive: 'You must ___ (finish) this by Friday.'
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete with the bare infinitive: 'The teacher made us ___ (redo) the assignment.'
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: „zwingen, ... zu“
German: "Sie haben ihn gezwungen, draußen zu warten." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the correct sentence.
Verb + Person + to-Infinitiv
Lerne das Muster Verb + Person + to-Infinitiv mit want, ask, tell, advise und vielen anderen Verben — und warum „Ich will, dass du kommst“ auf Englisch nicht „I want that you come“ heißt.
Verbmuster: -ing oder to?
Lerne die drei Gruppen englischer Verben — nur Gerundium, nur Infinitiv und Verben, die beides erlauben — und warum das deutsche „zu“ dich bei suggest, avoid oder mind in die Irre führt.
Der Infinitiv mit to
Lerne, wie to + Verb einen Zweck ausdrückt, nach bestimmten Adjektiven steht und eine große Gruppe häufiger Verben ergänzt — und warum „um … zu“ auf Englisch kein „for to“ wird.
Das Gerundium
Lerne, wie die -ing-Form als Nomen funktioniert — als Subjekt, als Objekt bestimmter Verben und nach Präpositionen.