Will ist die flexibelste Art, über die Zukunft zu sprechen: für Vermutungen, Versprechen, Angebote und Entscheidungen, die du im Moment triffst. Achtung: Es bedeutet nicht „wollen“!
Das lernst du
Will benutzt du für Vorhersagen über die Zukunft (oft mit think, probably oder I'm sure) und für Entscheidungen, die du genau im Moment des Sprechens triffst — nicht für etwas, das schon vorher geplant war.
Im Deutschen reicht dafür oft das Präsens: „Es ist kalt — ich mach das Fenster zu.“ Im Englischen geht das nicht. Sobald du dich spontan entscheidest, brauchst du will, meist verkürzt zu „'ll“.
Eine gute Brücke ist „werden“: „Ich glaube, es wird später regnen“ ist genau so gebaut wie das englische Beispiel. Wenn du „werden“ einsetzen könntest, passt will meistens — nur für schon fest geplante Vorhaben nimmt man eher going to.
Will ist auch die natürliche Wahl, wenn du etwas versprichst oder anbietest, etwas für jemanden zu tun — beides entscheidest du im Moment des Sprechens.
Hier ist die Präsens-Falle besonders groß: „Ich ruf dich heute Abend an“ ist im Deutschen völlig normal, aber im Englischen heißt es „I'll call you tonight“, nicht „I call you tonight“. Ohne will klingt das Versprechen auf Englisch falsch.
Will verändert sich nie, egal welches Subjekt davor steht, und danach kommt immer die Grundform des Verbs — ohne -s, ohne -ing, ohne to.
Vorsicht beim deutschen „er will“: Im Englischen gibt es kein „he wills“. Und auch wenn im Deutschen bei Infinitiven oft „zu“ dabei ist, steht nach will nie to: „I will go“, nicht „I will to go“. Genau wie bei „Ich werde gehen“ folgt das Verb direkt.
„Ich will“ drückt einen Wunsch aus und heißt auf Englisch I want. Englisches will hat nichts mit „wollen“ zu tun und braucht immer ein Verb danach.
Im Deutschen reicht „Ich ruf dich morgen an“. Für ein Versprechen braucht das Englische aber will.
Nach will steht nie to — genau wie nach „ich werde“ das Verb direkt folgt.
Anders als „er will“ oder „er wird“ bekommt will nie eine Endung — es bleibt für jedes Subjekt gleich.
Nach will kommt immer die Grundform des Verbs, nie die -ing-Form.
Will bildet Fragen selbst, wie „Wirst du ...?“ im Deutschen — do brauchst du dafür nicht.
„Ich will“ kommt im Deutschen von „wollen“ und drückt einen Wunsch oder eine Absicht aus — keine Zukunft
Das englische will sieht aus wie das deutsche „will“, ist aber ein falscher Freund. „Ich will ein Eis“ heißt „I want an ice cream“, nicht „I will an ice cream“. Und „I will go“ bedeutet „Ich werde gehen“, nicht „Ich will gehen“ (das wäre „I want to go“). Merke: Wunsch = want, Zukunft = will.
Im Deutschen drückst du die Zukunft oft mit dem Präsens aus: „Ich ruf dich morgen an“, „Ich helf dir gleich“
Im Englischen funktioniert das bei spontanen Entscheidungen, Versprechen und Angeboten nicht. Dort brauchst du will: „I'll call you tomorrow“, „I'll help you“. Ein Satz wie „I call you tomorrow“ klingt für Muttersprachler wie ein Fehler. Wo du im Deutschen spontan etwas zusagst, sag auf Englisch I'll.
„Werden“ + Infinitiv („Es wird regnen“, „Wirst du da sein?“) ist das deutsche Gegenstück zu will
Hier hilft dir das Deutsche: Will funktioniert fast genau wie „werden“. Es steht vor dem Verb in der Grundform, und in Fragen kommt es nach vorne: „Wirst du da sein?“ — „Will you be there?“. Der einzige Unterschied: „werden“ ändert sich (ich werde, er wird), will bleibt immer gleich.
💡 Falscher Freund: „ich will“ = I want. Englisches will entspricht „werden“, nicht „wollen“.
💡 Wo du im Deutschen spontan etwas zusagst („Ich mach das!“), sagst du auf Englisch I'll.
💡 Denk an „werden“: Danach kommt das Verb direkt, ohne to und ohne Endung — genau wie nach will.
"Can you send me the file?"
"Sure, I'll email it right now."
"Great, thanks. And will you be at the meeting later?"
"Yes, I'll be there at three."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence — a spontaneous decision made right now.
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 4 · Wähle die richtige Verneinung
Choose the correct negative.
Übung 5 · Wähle die richtige Frage
Choose the correct question.
Übung 6 · Wähle den richtigen Satz
Which sentence is a promise?
Übung 7 · Wähle den richtigen Satz
Choose the correct sentence.
Übung 8 · Wähle den richtigen Satz
Which sentence makes an offer?
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: 'I think she ___ (will/pass) the exam.' (prediction)
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete: '___ you help me with this?' (question with will)
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 4 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: will statt want
German: "Ich will ein Eis." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the correct sentence.
Die Form „be going to“
Lerne, be going to für Pläne und Absichten zu verwenden, die schon vorher feststanden, und für Vorhersagen, für die es jetzt schon sichtbare Anzeichen gibt.
Present Continuous für feste Verabredungen in der Zukunft
Lerne, wie das Present Continuous — dieselbe Form wie für Dinge, die gerade passieren — auch für feste persönliche Verabredungen in der Zukunft verwendet wird, und warum „Ich treffe morgen Anna“ nicht „I meet Anna tomorrow“ heißt.
Present Simple für Fahrpläne und feste Zeiten
Lerne, wie das Present Simple, das du für Fakten und Gewohnheiten kennst, auch die natürliche Zeitform für offizielle, feste Zeitpläne ist — Züge, Flüge, Öffnungszeiten und Semester.
Future Continuous (Verlaufsform der Zukunft)
Lerne, wie du das Future Continuous (will be + -ing) bildest und benutzt — für eine Handlung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft gerade im Gange sein wird.