Someone, anything, no one, everything — diese Wörter stehen für eine Person oder Sache, die du nicht genau benennst. Lerne das Muster hinter der ganzen Wortfamilie, warum everyone ein Verb im Singular bekommt, obwohl „alle“ im Deutschen Plural ist, und wann aus „irgendwas“ something statt anything wird.
Das lernst du
Ein Indefinitpronomen steht für eine Person, Sache oder Menge, die du nicht genau benennst — du weißt nicht, wer oder was, oder es spielt keine Rolle. Das kennst du aus dem Deutschen: jemand, etwas, niemand, nichts, alle, alles. "Someone called while you were out" sagt nicht, wer angerufen hat; "I need something to drink" sagt nicht, was genau.
In dieser Lektion geht es um die acht häufigsten: someone, anyone, no one, everyone (für Personen) und something, anything, nothing, everything (für Sachen).
Achte auf das Baukastenprinzip: Vorne steht ein Teil, der die Bedeutung festlegt, hinten -one (Person) oder -thing (Sache). Some- steht in normalen bejahten Aussagen und in Angeboten oder Bitten ("Someone is waiting for you", "Would you like something to eat?"). Any- steht typischerweise in Fragen und verneinten Sätzen ("Did anyone call?", "I don't have anything to add"). No- ist schon allein verneinend ("No one answered", "Nothing happened"). Every- meint die ganze Gruppe ohne Ausnahme ("Everyone agreed", "Everything is ready").
Vorsicht bei „irgend-“: „Ich brauche irgendwas zu trinken“ ist eine bejahte Aussage, also heißt es „I need something to drink“, nicht „I need anything to drink“. Any- in einem bejahten Satz bedeutet „egal wer/was, jede(r) beliebige“: „Anyone can join“ = „Jeder kann mitmachen“.
Für „etwas anderes / jemand anderes“ nimmst du else: something else, anyone else, nothing else — nicht „something other“.
Und eine Rechtschreibregel: everyone, everything, someone, something, anyone und anything schreibt man zusammen — no one aber getrennt, in zwei Wörtern (anders als „niemand“). „Noone“ ist keine Standardschreibung (im britischen Englisch siehst du manchmal no-one). Nobody dagegen ist ein Wort.
Hier liegt die größte Falle für Deutschsprachige: „Alle sind da“ hat ein Verb im Plural, deshalb rutscht leicht "Everyone are here" heraus. Everyone verhält sich aber grammatisch wie „jeder“ — und „Jeder ist da“ steht ja auch im Singular. Denk bei everyone also an „jeder“, nicht an „alle“: "Everyone is here."
Bei everything hilft dir das Deutsche direkt: „Alles sieht toll aus“ — Singular, genau wie "Everything looks great." Nur „Alles“ nicht mit "all" übersetzen: "All is ready" klingt altmodisch oder literarisch; im Alltag sagt man "Everything is ready".
Das gilt für die ganze Familie: someone/anyone/no one/everyone und something/anything/nothing/everything bekommen ein Verb im Singular — is, has, knows, works, nicht are, have, know, work.
Im Deutschen greift man bei „jemand“ meist mit dem generischen Maskulinum zurück: „Jemand hat seinen Schirm vergessen.“ Im Englischen ist dafür they/their/them der normale Weg, weil someone, anyone, no one und everyone kein Geschlecht festlegen: "Someone left their umbrella by the door", "If anyone calls, tell them I'll be back at three."
Das ist ganz normales Alltagsenglisch, keine Ausnahme oder Modeerscheinung. Wichtig: Das Verb direkt nach someone/anyone/no one/everyone bleibt im Singular ("Someone has left..."); erst das spätere they verweist auf dieselbe Person zurück — und they selbst hat wie immer ein Pluralverb: "I wonder what they want." "He/his" für eine unbekannte Person wirkt heute altmodisch oder so, als wüsstest du, dass es ein Mann ist.
No one, nobody und nothing tragen die Verneinung schon in sich — genau wie niemand und nichts. Das Standardenglische setzt kein zweites Verneinungswort dazu: "Nobody knows the answer" und "Nothing happened" sind vollständige, korrekte verneinte Sätze. Das kennst du aus dem Hochdeutschen: „Niemand weiß es“, nicht „Niemand weiß es nicht“.
Neu ist für dich der zweite Weg: Englisch verneint sehr oft das Verb (don't, doesn't, didn't, isn't) und nimmt danach ein any-Wort. „Ich weiß nichts darüber“ heißt meistens "I don't know anything about it" — "I know nothing about it" ist auch korrekt, klingt aber nachdrücklicher. Falsch ist nur die Mischung aus beidem: "I don't know nothing" oder "Nobody doesn't know". Solche doppelten Verneinungen gibt es in manchen Dialekten und in lockerer Umgangssprache zur Betonung, aber sie sind kein Standardenglisch und in Texten, in der Schule oder im Beruf nicht akzeptiert.
„Alle sind willkommen“ verführt zum Plural. Everyone funktioniert aber wie „jeder“ — und „Jeder ist willkommen“ steht im Singular.
„Lass uns vorher irgendwas essen“ ist ein Vorschlag, keine Frage oder Verneinung — deshalb some-. Anything würde hier „egal was, völlig beliebig“ betonen.
„Sonst noch etwas?“ / „etwas anderes“ heißt nach someone, anything, nothing usw. else: anything else, someone else, nothing else.
Entweder das Verb verneinen und any- nehmen (I don't have any time) oder no allein verwenden (I have no time) — nie beides zusammen. Wie im Hochdeutschen gilt: eine Verneinung pro Aussage.
„Alles ist fertig“ heißt im Alltag everything, nicht all. „All is …“ kommt fast nur in festen Wendungen oder literarisch vor (z. B. „All is well“).
„Niemand“ ist ein Wort, no one aber zwei. Wenn du ein Wort willst, nimm nobody.
Im Deutschen steht „alle“ mit einem Verb im Plural („Alle sind da“, „Alle wissen es“), „jeder“ und „alles“ dagegen im Singular („Jeder ist da“, „Alles ist fertig“).
Everyone und everybody entsprechen grammatisch „jeder“, nicht „alle“: "Everyone is here", "Everybody knows it". Everything entspricht „alles“ und ist ebenfalls Singular. Wenn du wirklich „alle“ mit Plural sagen willst, brauchst du eine andere Konstruktion, zum Beispiel "All of us are here" oder "We're all here".
„Irgend-“ (irgendwer, irgendwas, irgendjemand) steht im Deutschen in allen Satzarten — in Aussagen, Fragen und Bitten.
Im Englischen entscheidet die Satzart: In bejahten Aussagen und Angeboten steht some- ("I need something to drink", "Would you like something to eat?"), in Fragen und verneinten Sätzen meist any- ("Did anyone call?", "I don't have anything to add"). Any- in einer bejahten Aussage bedeutet „egal wer/was“: "You can ask anyone" = „Du kannst jeden fragen“.
Im Deutschen bezieht man sich auf „jemand“ oder „jeder“ traditionell mit „er/sein“ zurück („Jeder bringt seinen Laptop mit“).
Im Englischen ist they/their/them der Standard, wenn das Geschlecht offen ist: "Everyone brings their laptop", "Someone left their bag, and they'll probably call about it." Wörtlich übersetztes "his" klingt altmodisch oder so, als wären nur Männer gemeint.
Im Hochdeutschen verneint man eine Aussage nur einmal: „Niemand weiß etwas“, „Ich habe nichts gesehen“.
Das hilft dir: Auch im Standardenglischen gibt es nur ein Verneinungswort pro Aussage — "Nobody knows anything." Zusätzlich hat Englisch die sehr häufige Variante mit verneintem Verb + any-: "I didn't see anything" (= "I saw nothing"). Kombiniere nie beides: "I didn't see nothing" ist kein Standardenglisch.
💡 Bei everyone an „jeder“ denken, nicht an „alle“ — dann kommt das Verb automatisch im Singular: Everyone is…, Everyone knows…
💡 „Irgendwas“ in einer Aussage oder Bitte = something; in Fragen und nach don't/didn't = anything.
💡 Nach einem verneinten Verb (don't, didn't, isn't) folgt any-, nicht no-.
"Did anyone leave a jacket on the patio?" "I don't think so — everything on the tables is ours." "Good, because no one's come back for anything in the last hour. Let's lock up."
Übung 1 · Wähle den richtigen Satz
Which sentence uses the correct verb form?
Übung 2 · Wähle den richtigen Satz
Which sentence correctly refers back to "someone" without assuming gender?
Übung 3 · Wähle den richtigen Satz
Which sentence is correct?
Übung 4 · Wähle den richtigen Satz
You're checking whether all the food for tonight's dinner has arrived. Which sentence fits?
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Which sentence is correct?
Übung 6 · Ordne die Gruppen zu
0 / 8 zugeordnet
Übung 7 · Bilde den Satz
Übung 8 · Bilde den Satz
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete the sentence with the negative person-word: "I called the office twice, but ___ answered."
Übung 10 · Ergänze den Satz
Complete the sentence: "The email said ___ needs to bring a laptop for the training."
Übung 11 · Ergänze den Satz
Complete the sentence: "I checked the fridge, but there's ___ left for lunch."
Übung 12 · Korrigiere den Fehler
Fix the mistake and type the corrected sentence: "I don't know nothing about the delay."
Übung 13 · Korrigiere den Fehler
Fix the mistake and type the corrected sentence: "Nobody doesn't know the new schedule."
Übung 14 · Korrigiere den Fehler
Fix the mistake and type the corrected sentence: "Everyone in the waiting room are checking their phones."
Übung 15 · Alltagssituation
You're filling out a lost-and-found form at the airport. No name was given for the bag's owner. Which sentence is correct?
Übung 16 · Alltagssituation
You're texting your coworkers to ask for help. Complete: "Does ___ want to cover my shift tomorrow?"
Übung 17 · Typischer Fehler: „alle sind“ → everyone are
German: "Alle sind schon da." (plural verb "sind" in German). Which English sentence is correct?
Fünf gemischte Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Which sentence is correct?
Relativpronomen
Lerne, wie who, which, that und whose einen Relativsatz an ein Nomen anhängen — und die wichtigste Regel des Themas, die es im Deutschen nicht gibt: wann man das Relativpronomen weglassen darf und wann nicht.
Reziproke Pronomen: each other und one another
Lerne, wie each other und one another eine gegenseitige Handlung zwischen zwei oder mehr Personen ausdrücken, wie die Possessivform funktioniert — und warum die alte Regel „each other = zwei, one another = drei oder mehr“ ein Mythos ist.
Fragepronomen
Lerne, mit who, whose, what und which zu fragen — nach einer Person, einem Besitzer, einer Sache oder einer Auswahl —, warum wer/wen/wem im Englischen fast immer einfach who ist und wann das formelle whom (selten) passt.
Demonstrativpronomen
Lerne, this, that, these und those als eigenständige Pronomen zu verwenden — nah oder fern, Singular oder Plural — und warum das deutsche Allzweck-„das“ im Englischen jedes Mal eine Entscheidung verlangt.