Colour oder color, centre oder center, travelled oder traveled — zwei Schreibsysteme, eine Sprache.
Das lernst du
Britisches und amerikanisches Englisch teilen fast den ganzen Wortschatz und die Grammatik, unterscheiden sich aber in einigen vorhersehbaren Schreibmustern. Das Prinzip kennst du aus dem Deutschen: In der Schweiz schreibt man „Strasse“, in Deutschland „Straße“ — beides ist korrekt, nur eben verschiedene Standards. Genauso ist „colour“ kein Fehler und „color“ auch nicht.
Neben den großen Mustern unten gibt es einige Einzelwörter, die du dir merken solltest: grey (britisch) / gray (amerikanisch), defence / defense, programme / program (Fernsehsendung; für Computerprogramme schreibt man auch im britischen Englisch program). Und bei Verben auf -l verdoppelt das britische Englisch vor -ed und -ing meist das l: travelled, cancelled — amerikanisch traveled, canceled.
Die zwei häufigsten Muster: Britisches -our wird im Amerikanischen zu -or, britisches -re wird zu -er.
Vorsicht, Falle aus dem Deutschen: „Theater“ und „Meter“ sehen aus wie die amerikanischen Formen. Wenn du britisch schreibst, heißt es theatre und metre — sonst mischst du beide Systeme, ohne es zu merken.
Britisches Englisch benutzt häufig -ise, wo das amerikanische -ize schreibt — wobei britische Wörterbücher und Verlage (zum Beispiel Oxford) -ize ebenfalls akzeptieren. Einige Wörter haben aber in beiden Varianten -ise, etwa advertise, surprise, exercise. Außerdem behält das britische Englisch die längere Endung -ogue, die das amerikanische oft zu -og kürzt.
Auch hier zieht das Deutsche in verschiedene Richtungen: „organisieren“ passt zum britischen organise, „Katalog“ und „Dialog“ passen dagegen zum amerikanischen catalog und dialog.
Britische und amerikanische Schreibung in einem Text zu mischen (color + centre) wirkt uneinheitlich — wähl ein System und bleib dabei.
„Theater“ verleitet zur amerikanischen Form. Neben dem britischen centre muss es auch theatre heißen.
„Programm“ ist deutsch. Britisch heißt es programme, amerikanisch program.
Keine der beiden Formen ist falsch — sie gehören nur zu verschiedenen Standards, wie „Strasse“ und „Straße“.
Auch das Deutsche hat zwei gleichberechtigte Schreibstandards: In der Schweiz schreibt man „Strasse“ und „gross“, in Deutschland und Österreich „Straße“ und „groß“
Genau so verhält es sich mit britischem und amerikanischem Englisch: "colour" und "color" sind beide korrekt, sie gehören nur zu verschiedenen Standards. Und so wie ein Schweizer Text nicht plötzlich „Straße“ enthalten sollte, solltest du in einem englischen Text nicht zwischen "colour" und "color" wechseln. Wenn du in der Schule britisches Englisch gelernt hast, sind die amerikanischen Formen, die du online siehst, also keine Tippfehler.
Deutsche Wörter wie „Theater“, „Meter“, „Katalog“ und „Dialog“ sehen amerikanisch aus, „organisieren“ und „realisieren“ dagegen britisch
Weil die deutschen Wörter mal zur einen, mal zur anderen Variante passen, entstehen leicht gemischte Texte: "the theater in the centre" (amerikanisch + britisch) oder "I organised the catalog" (britisch + amerikanisch). Entscheide dich vorher für ein System und prüf gerade diese Wörter bewusst. Und achte auf deutsche Doppelkonsonanten: Es heißt programme (britisch) oder program (amerikanisch), nie "programm".
💡 Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um ein System — prüf, ob du colour und color im selben Text gemischt hast.
💡 Deutsche Wörter wie „Theater“, „Meter“ oder „Katalog“ sehen amerikanisch aus — im britischen Text heißt es theatre, metre, catalogue.
"I noticed you've got 'colour' in one paragraph and 'color' in another."
"Oh, good catch — I must have mixed British and American spelling without realizing."
"No big deal, just pick one and I'll help you make it consistent throughout."
"Let's go with American spelling since most of our readers are in the US."
Übung 1 · Wähle die amerikanische Schreibweise
Choose the American spelling of 'colour'.
Übung 2 · Wähle die britische Schreibweise
Choose the British spelling of 'center'.
Übung 3 · Wähle die amerikanische Schreibweise
Choose the American spelling of 'realise'.
Übung 4 · Wähle die amerikanische Schreibweise
Choose the American spelling of 'travelled'.
Übung 5 · Wähle die britische Schreibweise
Choose the British spelling of 'catalog'.
Übung 6 · Wähle die richtige Antwort
Which is generally considered good practice when writing a single document?
Übung 7 · Wähle die britische Schreibweise
Choose the British spelling of 'defense'.
Übung 8 · Wähle das richtige Paar
Which pair correctly shows British vs. American?
Übung 9 · Schreib die amerikanische Form
Give the American spelling of the British word 'organise'.
Übung 10 · Schreib die britische Form
Give the British spelling of the American word 'theater'.
Übung 11 · Ordne die Wörter den Gruppen zu
0 / 8 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: gemischte Schreibung
German: "Wir waren im Theater im Zentrum." Which translation uses British spelling consistently?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Choose the American spelling of 'honour'.
Wörter auf -y und -ie
Lerne, wann ein y am Wortende vor einer Endung zu i wird (und wann nicht) — und die Sonderregel für Wörter auf -ie vor -ing: study → studied, aber studying; play → played; city → cities; die → dying.
Wörter auf -e
Lerne, wann das stumme -e am Wortende vor einer Endung wegfällt und wann es bleibt — weg vor einer Endung mit Vokal (-ing), bleibt vor einer Endung mit Konsonant (-ly) — plus die wenigen Ausnahmen, die das -e behalten, um Verwechslungen zu vermeiden oder die Aussprache zu schützen.
Konsonanten verdoppeln
Lerne die Regel, wann der letzte Konsonant vor -ed, -ing, -er oder -est verdoppelt wird — das Muster „ein Vokal, ein Konsonant“ für kurze Wörter und die betonungsabhängige Version derselben Regel für längere Wörter.
-s, -ed und -ing anhängen
Ein Überblick, warum sich die Schreibung englischer Wörter beim Anhängen von -s, -ed oder -ing ändert — die Grundidee: Die Änderung schützt die Aussprache. Die einzelnen Regeln (Verdopplung, Wegfall von -e, y wird zu i) haben jeweils eine eigene Lektion.