Jedes englische Verb hat nur wenige Formen, und jede davon hat feste Aufgaben — darunter ein paar überraschende Doppelrollen.
Das lernst du
Jedes englische Verb hat bis zu fünf Formen: Grundform, -s-Form, -ing-Form, Vergangenheitsform und Partizip Perfekt. Das kennst du im Prinzip aus dem Deutschen: „gehen – ging – gegangen“ entspricht „go – went – gone“. Regelmäßige Verben haben für Vergangenheit und Partizip oft dieselbe Form (worked/worked), unregelmäßige oft nicht (went/gone).
Wichtiger Unterschied: Das englische Partizip hat kein „ge-“ als Erkennungszeichen. Aus „gearbeitet“ wird einfach worked — deshalb sieht man ihm nicht an, ob es Vergangenheit oder Partizip ist. Bei unregelmäßigen Verben musst du beide Formen getrennt lernen.
Ein paar Schreibregeln: Ein stummes -e fällt vor -ing weg (write → writing, make → making), und nach einem kurzen betonten Vokal wird der Endkonsonant verdoppelt (run → running). Bei der -s-Form wird Konsonant + y zu -ies (study → studies), und nach s, x, ch, sh steht -es (watch → watches).
Die -ing-Form gibt es im Deutschen nicht. Sie hat zwei Aufgaben: Zum einen bildet sie die Verlaufsform (be + -ing): „I am working.“ — im Deutschen sagst du dafür einfach „Ich arbeite (gerade)“. Zum anderen kann genau dieselbe Form als Nomen stehen, dann heißt sie Gerundium: „Working from home has its perks.“
Für die Nomen-Rolle hilft dir das Deutsche sogar: Wo du ein Verb großschreibst und zum Nomen machst („Das Schwimmen“, „Lesen entspannt mich“), nimmt das Englische die -ing-Form — nicht die Grundform. Also „Swimming is great exercise“, nicht „Swim is great exercise“.
Das Partizip Perfekt steht nach have/has/had in den Perfekt-Zeiten und nach be im Passiv — zwei ganz unterschiedliche Strukturen mit derselben Verbform.
Beim Perfekt aufpassen: Im Deutschen nimmst du bei Bewegung und Veränderung „sein“ („Ich bin gegangen“, „Wir sind angekommen“). Im Englischen steht im Perfekt immer have: „I have gone“, „We have arrived“. Beim Passiv dagegen funktioniert es wie im Deutschen: „Der Bericht wurde gestern fertiggestellt“ — be + Partizip, so wie werden + Partizip II.
Nach has/have steht das Partizip (gone), nicht die Vergangenheitsform (went) — bei vielen unregelmäßigen Verben sind die beiden verschieden.
Auch wenn es im Deutschen „Wir sind angekommen“ heißt: Das englische Perfekt bildest du immer mit have/has.
Wo du im Deutschen „Schwimmen“ als Nomen benutzt, braucht das Englische die -ing-Form, nicht die Grundform.
Die Verlaufsform braucht nach be die -ing-Form, nicht die Grundform.
Bei he/she/it bekommt die Grundform im Present Simple ein -s — so wie im Deutschen „sie arbeitet“ eine eigene Endung hat.
Im Deutschen erkennst du das Partizip II meist sofort am „ge-“: „gearbeitet“, „gegangen“, „gegessen“
Im Englischen fehlt dieses Erkennungszeichen. Bei regelmäßigen Verben sind Vergangenheit und Partizip gleich (worked/worked), bei unregelmäßigen unterschiedlich (went/gone, ate/eaten). Deshalb rutscht leicht die falsche Form ins Perfekt: „She has went home“ statt „She has gone home“. Lerne unregelmäßige Verben immer als Dreierreihe: go – went – gone.
Im Deutschen bildest du das Perfekt bei Bewegung und Zustandsänderung mit „sein“: „Ich bin gegangen“, „Wir sind angekommen“
Im Englischen gibt es diese Unterscheidung nicht: Das Perfekt steht immer mit have/has. „I have gone“, „We have arrived“ — nicht „We are arrived“. Be + Partizip bedeutet im Englischen Passiv, nicht Perfekt.
Das Deutsche hat keine -ing-Form: „Ich arbeite gerade“ für die laufende Handlung, „das Arbeiten“ oder „Arbeiten“ für die Tätigkeit als Nomen
Das Englische deckt beides mit derselben -ing-Form ab: „I am working“ (Verlaufsform) und „Working from home has its perks“ (Gerundium). Wo du im Deutschen den großgeschriebenen Infinitiv als Nomen benutzt, nimm im Englischen die -ing-Form — die Grundform allein („Swim is great“) klingt falsch.
💡 Das englische Partizip hat kein „ge-“ — lerne unregelmäßige Verben als Reihe: go – went – gone.
💡 Perfekt immer mit have/has, auch wenn du im Deutschen „sein“ sagen würdest: We have arrived.
💡 Die -ing-Form ist entweder Verlaufsform (nach be) oder ein Nomen — für „das Schwimmen“ nimmst du swimming.
"What do you do in your free time?"
"Mostly reading, and I've recently started painting."
"That's great — painting always seemed relaxing to me."
"It really is. I've been doing it every weekend."
Übung 1 · Wähle die richtige Form
Which is the base form of the verb 'went'?
Übung 2 · Wähle die richtige Form
Which is the -ing form of 'write'?
Übung 3 · Wähle die richtige Form
Which is the past participle of 'eat'?
Übung 4 · Wähle die richtige Antwort
'Swimming is great exercise.' What job is 'swimming' doing here?
Übung 5 · Wähle die richtige Form
Which form goes after 'has' in the present perfect?
Übung 6 · Korrigiere den Fehler
Fix the mistake:
Übung 7 · Wähle die richtige Form
Which is the -s form of 'study'?
Übung 8 · Ergänze den Satz
Complete: the past simple form of 'begin' is ___.
Übung 9 · Ergänze den Satz
Complete: the -ing form of 'run' (double the consonant) is ___.
Übung 10 · Bilde den Satz
Übung 11 · Wähle die richtige Antwort
How many main forms does a regular English verb have (base, -s, -ing, past, past participle — with past and past participle often identical)?
Übung 12 · Typischer Fehler: Perfekt mit „sein“
German: "Wir sind angekommen." Which English translation is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
Which is the past participle of 'see'?
Verben: die Grundlagen
Lerne, was ein Verb ist, wie du es im Satz findest und warum ein englischer Satz immer ein Subjekt direkt vor dem Verb braucht — auch wenn es nichts gibt, worauf es zeigt.
Regelmäßige und unregelmäßige Verben
Lerne, wie regelmäßige Verben das Past Simple mit -ed bilden, welche Schreibregeln dabei gelten, warum du unregelmäßige Verben einzeln lernen musst — und warum die Vergangenheitsform für jedes Subjekt gleich bleibt.
Verbarten
Ein Überblick über die wichtigsten englischen Verbarten — Hauptverben, Hilfsverben, Modalverben und Phrasal Verbs — und wie sie im Satz zusammenarbeiten.
Hilfsverben
Vertiefe be, do und have als Hilfsverben — wie sie Fragen, Verneinungen, Verlaufsformen, Perfektzeiten, das Passiv und Betonung bilden — und wie du ein Hilfsverb von einem Vollverb unterscheidest.