The sun rises. Did it rise? Rise early. What a sunrise! Jeder englische Satz erfüllt eine von vier Aufgaben — genau wie im Deutschen. Neu ist nur, wie die Sätze im Englischen gebaut sind.
Das lernst du
Jeder englische Satz gehört nach seiner Funktion zu einem von vier Typen: declarative (Aussage), interrogative (Frage), imperative (Aufforderung) oder exclamatory (Ausruf, starkes Gefühl). Das kennst du schon aus dem Deutschen — die Einteilung ist dieselbe.
Das Satzzeichen am Ende ist ein guter erster Hinweis auf den Typ. Entscheidend ist aber die Funktion: "Watch your step!" endet mit Ausrufezeichen und ist trotzdem ein imperative, weil es eine Aufforderung ist.
Ein declarative sentence stellt einfach eine Tatsache, eine Meinung oder eine Idee fest. Es ist der normale, häufigste Satztyp und endet mit einem Punkt.
Achtung, hier unterscheidet sich das Englische deutlich: Das Subjekt steht vor dem Verb — auch wenn eine Zeitangabe am Anfang steht. Im Deutschen sagst du „Um neun öffnet die Bibliothek“ (Verb an zweiter Stelle), im Englischen bleibt es bei Subjekt + Verb: "The library opens at nine." Willst du die Zeit nach vorne stellen, kommt trotzdem zuerst das Subjekt: At nine, the library opens.
Interrogative sentences (Fragen) stellen meist ein Hilfsverb vor das Subjekt. Im Deutschen kann auch das Vollverb selbst nach vorne rücken („Kommst du?“, „Wo wohnst du?“) — im Englischen geht das nicht: Bei einfachen Zeiten braucht man do/does/did: "Where do you live?", "Where did you put my keys?" Die vollständigen Regeln findest du in der Kategorie Questions.
Imperative sentences (Aufforderungen) haben normalerweise kein Subjekt und stehen in der Grundform des Verbs. Es gibt nur eine Form — für du, ihr und Sie: "Sit down." heißt „Setz dich.“, „Setzt euch.“ und „Setzen Sie sich.“ Mehr dazu in Positive and Negative Imperatives.
Exclamatory sentences (Ausrufe) drücken ein starkes Gefühl aus, typischerweise mit What...! oder How...!: „Was für eine Aussicht!“ → "What a view!", „Wie schön!“ → "How beautiful!" Das ganze Muster lernst du in Exclamations.
Eine Feststellung endet mit einem Punkt. Mit Fragezeichen wird daraus im Gespräch eine erstaunte Rückfrage — als neutrale Frage formst du sie besser um: Does the library open at nine?
Eine echte Frage stellt das Hilfsverb vor das Subjekt — so wie „Hast du sie schon mal getroffen?“ im Deutschen. Die vollständige Regel findest du in der Kategorie Questions.
Anders als „Machen Sie das Licht aus!“ braucht der englische Imperativ normalerweise kein Pronomen. Mit you und Punkt liest sich der Satz wie eine Aussage („Du machst das Licht aus.“).
Das deutsche Verb-an-zweiter-Stelle gilt im Englischen nicht: Auch nach einer Zeitangabe steht das Subjekt vor dem Verb.
Im Deutschen kann das Vollverb selbst vor das Subjekt rücken („Wo wohnst du?“, „Kommst du?“). Im Englischen steht dort ein Hilfsverb — in der Vergangenheit did, danach die Grundform.
Das Deutsche teilt Sätze in dieselben vier Arten ein: Aussagesatz, Fragesatz, Aufforderungssatz und Ausrufesatz
Die Einteilung kannst du also direkt übernehmen: Aussagesatz = declarative, Fragesatz = interrogative, Aufforderungssatz = imperative, Ausrufesatz = exclamatory. Unterschiede gibt es nicht beim System, sondern beim Satzbau — vor allem bei der Wortstellung in Aussagen und Fragen.
Im deutschen Aussagesatz steht das Verb an zweiter Stelle, egal was vorne steht: „Um neun öffnet die Bibliothek.“, „Morgen fährt der Zug.“
Im Englischen kommt das Subjekt vor das Verb, auch nach einer Zeitangabe: "The library opens at nine." oder "At nine, the library opens." — nicht "At nine opens the library." Steht im Englischen ein Verb vor dem Subjekt, ist das in aller Regel eine Frage, keine Aussage.
Im Deutschen steht nach Aufforderungen oft ein Ausrufezeichen („Mach bitte das Fenster zu!“)
Im Englischen endet eine ruhige Anweisung meist mit einem Punkt: "Close the window." Ein Ausrufezeichen signalisiert Dringlichkeit oder Nachdruck ("Watch your step!"). Wichtig für die Übungen: Ein Ausrufezeichen allein macht einen Satz noch nicht zum exclamatory sentence — eine Aufforderung bleibt ein imperative.
💡 Frag dich zuerst, was der Satz tut: etwas feststellen, fragen, auffordern oder ein Gefühl ausrufen? Das Satzzeichen ist nur ein Hinweis — "Watch your step!" ist trotz Ausrufezeichen ein imperative.
💡 In einer normalen englischen Aussage steht das Subjekt vor dem Verb — auch nach einer Zeitangabe, anders als beim deutschen Verb an zweiter Stelle.
"We live in Paris now."
"Really? Where exactly?"
"Near the river. You should visit!"
"I'd love that — what a city."
Übung 1 · Bestimme die Satzart
'The sun rises in the east.' — What type of sentence is this?
Übung 2 · Bestimme die Satzart
'Did you finish the report?' — What type of sentence is this?
Übung 3 · Bestimme die Satzart
'Close the window.' — What type of sentence is this?
Übung 4 · Bestimme die Satzart
'What an amazing view!' — What type of sentence is this?
Übung 5 · Wähle den richtigen Satz
Choose the sentence that ends with a period and simply states a fact.
Übung 6 · Wähle den Aufforderungssatz
Choose the imperative sentence.
Übung 7 · Wähle den Ausrufesatz
Choose the exclamatory sentence.
Übung 8 · Bestimme die Satzart
'I can't believe we won.' — What type of sentence is this?
Übung 9 · Nenne die Satzart
Name the sentence type: 'Where did you put my keys?'
Übung 10 · Nenne die Satzart
Name the sentence type: 'Please be quiet.'
Übung 11 · Ordne die Gruppen zu
0 / 6 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: Verb an zweiter Stelle
German: "Um neun öffnet die Bibliothek." Which English sentence is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
'The train leaves at noon.' — What type of sentence is this?
Wortgruppe oder Teilsatz?
Lerne den grundlegenden Unterschied zwischen einer phrase (Wortgruppe ohne Subjekt + Verb) und einer clause (Teilsatz mit Subjekt + Verb) — den Bausteinen jedes Satzes.
Ausrufesätze
Lerne die zwei Muster für Ausrufe — „What a/an + Nomen!“ und „How + Adjektiv/Adverb!“ — und drücke starke Gefühle richtig aus.
There is / there are
Lerne „there is/are“ — die englische Entsprechung von „es gibt“: Hier ist „there“ ein leeres Platzhalter-Subjekt, und is/are richtet sich nach dem Nomen, das folgt.
Haupt- und Nebensätze (Clauses)
Lerne unabhängige und abhängige Clauses kennen und wie daraus einfache, zusammengesetzte und komplexe Sätze entstehen — mit den Komma- und Wortstellungsfallen, in die Deutschsprachige gern tappen.