Wortarten

A1 · AnfängerGrammatik-Grundlagen

Die Wortarten kennst du schon aus dem Deutschen. Im Englischen zeigen sie dir, welche Form ein Wort braucht — zum Beispiel, wann aus quick ein quickly wird.

Das lernst du

  • Wie du die Aufgabe eines Wortes im Satz erkennst — auch ohne Großschreibung als Hilfe
  • Die Wörter, aus denen ein Satz besteht: Nomen, Pronomen, Verb, Adjektiv, Adverb
  • Die kleinen Grammatikwörter: Artikel/Determinative, Präpositionen, Konjunktionen
  • Warum dasselbe englische Wort manchmal verschiedene Wortarten sein kann

Wozu Wortarten?

Jedes englische Wort hat im Satz eine Aufgabe: Manche Wörter benennen Dinge oder Personen (Nomen), andere ersetzen sie (Pronomen), wieder andere zeigen eine Handlung oder einen Zustand (Verben), einige beschreiben (Adjektive und Adverbien), und dann gibt es kleine Grammatikwörter, die den Satz verbinden und ordnen (Artikel/Determinative, Präpositionen, Konjunktionen). Diese Begriffe kennst du alle aus dem Deutschunterricht — das ist ein echter Vorteil.

Ziel dieser Lektion ist nicht, Begriffe zu pauken, sondern die Rolle eines Wortes im Satz zu erkennen, damit du es richtig verwendest: welche Form du brauchst, ob vor dem Nomen ein Artikel steht und wo das Wort hingehört.

Die Wörter, aus denen ein Satz besteht

Ein Nomen benennt eine Person, einen Ort, eine Sache oder eine Idee: driver, kitchen, coffee, plan — im Englischen klein geschrieben. Ein Pronomen ersetzt ein Nomen, damit man es nicht wiederholen muss: „My sister called. She sounds busy.“ Ein Verb zeigt eine Handlung, einen Zustand oder eine Situation: „She works downtown.“ „He seems tired.“ Ein Adjektiv beschreibt ein Nomen: „a busy schedule“. Ein Adverb beschreibt ein Verb, ein Adjektiv oder den ganzen Satz und beantwortet oft die Fragen wie, wann oder wie sehr: „She works quickly.“ „He is extremely tired.“

Hier liegt die größte Falle für Deutschsprachige: Im Deutschen sehen Adjektiv und Adverb gleich aus — „Sie ist schnell“ und „Sie arbeitet schnell“. Im Englischen bekommt das Adverb meist die Endung -ly: „She works quick“ versteht man zwar, aber es ist falsch — quick beschreibt hier das Verb works, also brauchst du quickly. Aber Vorsicht: Nicht jedes Wort auf -ly ist ein Adverb — friendly und lovely sind Adjektive („a friendly neighbor“).

"My sister called. She sounds busy."
"She works downtown."
"He seems tired."
"She works quickly."
"He is extremely tired."

Kleine Wörter mit großer Wirkung

Artikel und Determinative (a, an, the, this, my, some...) stehen direkt vor dem Nomen und zeigen, um welches Ding es geht: „a coffee“ (irgendein Kaffee), „the coffee“ (der bestimmte Kaffee, den ihr beide kennt). Eine Präposition verbindet ein Nomen mit dem Rest des Satzes und zeigt oft Zeit oder Ort: at nine, in the kitchen, for a trip. Eine Konjunktion verbindet Wörter, Wortgruppen oder ganze Satzteile: and, but, so, because. Das alles kennst du aus dem Deutschen (ein/der, um/in/für, und/aber/weil).

Diese kleinen Wörter tragen allein kaum Inhalt, aber ohne sie bricht der Satz meist zusammen: „I have interesting book“ — es fehlt der Artikel; „I wanted coffee it was closed“ — es fehlt die Konjunktion.

Ein Wort — verschiedene Aufgaben

Im Deutschen erkennst du ein Nomen sofort am großen Anfangsbuchstaben: „das Essen“ ist ein Nomen, „essen“ ein Verb. Im Englischen fehlt dieses Signal komplett — Nomen werden klein geschrieben, und viele Wörter haben in verschiedenen Wortarten genau dieselbe Form. Work ist ein Nomen in „My work starts at nine“ und ein Verb in „I work every weekday“ — Schreibung und Form sind identisch. Achte deshalb auf die Position im Satz: Was steht davor, was danach? Steht my oder the davor, ist es meist ein Nomen; steht I, you oder she davor, meist ein Verb.

Artikel: vertraut, aber anders verwendet

Artikel kennst du aus dem Deutschen — im Englischen sind sie sogar einfacher: Statt der, die, das, den, dem, des gibt es nur the, und statt ein, eine, einen, einem nur a oder an. Ein Geschlecht oder einen Fall zeigen englische Artikel nicht. Ob a oder an, hängt allein vom Laut des nächsten Wortes ab: an vor einem Vokallaut (an hour, an engineer), sonst a.

Ein Unterschied zum Deutschen ist wichtig: Bei einem Beruf im Singular steht im Englischen a/an — „She is a nurse“, nicht „She is nurse“ wie im deutschen „Sie ist Krankenschwester“. Vor den meisten zählbaren Nomen im Singular brauchst du a, an, the oder ein anderes Determinativ (my, this, some).

Beispiele aus dem echten Englisch

"My cousin works as a graphic designer downtown."
"He carefully packed the boxes before the move."
"We usually eat lunch around noon."
"This new phone is faster, but the battery drains quickly."

Achtung

✗She works quick.
✓She works quickly.

Im Deutschen bleibt „schnell“ gleich, egal ob es eine Person oder eine Handlung beschreibt. Im Englischen braucht das Adverb meist -ly.

✗She speaks English very good.
✓She speaks English very well.

„Sie spricht gut Englisch“ — im Deutschen ist „gut“ auch Adverb. Im Englischen ist good nur Adjektiv; für Handlungen brauchst du well.

✗I drink Coffee in the Morning.
✓I drink coffee in the morning.

Im Englischen werden Nomen kleingeschrieben — die deutsche Großschreibung ist eine der häufigsten Gewohnheiten, die beim Schreiben durchrutscht.

✗I have a interesting book.
✓I have an interesting book.

Anders als bei ein/eine entscheidet nicht das Nomen, sondern der erste Laut des nächsten Wortes: vor einem Vokallaut steht an.

✗She is nurse.
✓She is a nurse.

Im Deutschen sagt man „Sie ist Krankenschwester“ ohne Artikel. Im Englischen steht vor einem Beruf im Singular immer a/an.

Vergleich mit deiner Sprache

Im Deutschen haben Adjektiv und Adverb dieselbe Form: „Sie ist schnell“ — „Sie arbeitet schnell“, „Das ist gut“ — „Sie spricht gut“

Im Englischen unterscheiden sich die beiden meist: Das Adjektiv beschreibt ein Nomen (a quick answer), das Adverb beschreibt ein Verb und bekommt -ly („She works quickly“). Bei gut gibt es sogar zwei ganz verschiedene Wörter: good (Adjektiv) und well (Adverb). Frag dich also: Beschreibt das Wort eine Person/Sache oder eine Handlung?

Im Deutschen werden alle Nomen großgeschrieben — dadurch erkennst du sie sofort

Im Englischen schreibt man Nomen klein (coffee, morning, meeting) — groß nur Eigennamen, Wochentage, Monate, Sprachen, Nationalitäten und das Wort I. Das heißt auch: Die Großschreibung hilft dir im Englischen nicht beim Erkennen der Wortart. Ob work ein Nomen oder ein Verb ist, zeigt nur die Position im Satz: „My work starts at nine“ / „I work every weekday“.

Deutsche Artikel tragen Geschlecht und Fall: der/die/das, ein/eine/einen

Englische Artikel haben kein Geschlecht und keinen Fall: the für alles Bestimmte, a/an für eines von vielen. Die Wahl zwischen a und an hängt nicht vom Nomen ab, sondern vom ersten Laut des nächsten Wortes: „a book“, aber „an interesting book“. Und anders als im Deutschen steht bei Berufen immer ein Artikel: „She is a nurse.“

💡 Beschreibt das Wort eine Handlung (works, speaks, drives)? Dann brauchst du meist das Adverb mit -ly — oder well statt good.

💡 Die Großschreibung hilft dir im Englischen nicht: Achte auf die Position. Nach my/the steht meist ein Nomen, nach I/she meist ein Verb.

Alltagssituation — eine neue Kollegin kennenlernen

"What's Alex like?"

"He's really organized. He always plans meetings a day early."

"That's helpful — I'm always the one running late!"

Übung

Übung 1 · Bestimme die Wortart

In "My neighbor walks her dog every morning," what part of speech is neighbor?

Übung 2 · Bestimme die Wortart

In "The tired driver stopped quickly," what part of speech is quickly?

Übung 3 · Wähle den richtigen Satz

Which sentence uses work as a verb?

Übung 4 · Wähle den richtigen Satz

Which sentence uses clean as an adjective?

Übung 5 · Ordne die Gruppen zu

quickly
friendly
slowly
lovely
carefully
easily

0 / 6 zugeordnet

Übung 6 · Bilde den Satz

??????

Übung 7 · Bilde den Satz

??????

Übung 8 · Bilde den Satz

????????

Übung 9 · Ergänze den Satz

Complete with the correct preposition: "We arrived ___ the airport at six." (one word)

Übung 10 · Ergänze den Satz

Complete with the correct conjunction: "I wanted to go for a walk, ___ it started raining." (one word)

Übung 11 · Ergänze den Satz

Complete with the correct article: "She works as ___ engineer." (one word)

Übung 12 · Korrigiere den Fehler

Fix the mistake and type the correct sentence: "I have a interesting book."

Übung 13 · Korrigiere den Fehler

Fix the mistake and type the correct sentence: "This is a beauty flower."

Übung 14 · Alltagssituation

You're introducing a coworker: "This is Maria. She started last week." What part of speech is She?

Übung 15 · Typischer Fehler: Adjektiv statt Adverb

German: "Sie arbeitet schnell." In German, "schnell" has the same form as the adjective. Which English sentence is correct?

Kurztest

Fünf gemischte Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.

Frage 1 / 5

Punkte: 0/0

In "He speaks English fluently," what part of speech is fluently?

Das hast du gelernt

  • Nomen, Pronomen, Verb, Adjektiv und Adverb sind die Wörter, aus denen ein Satz besteht: Wer/was ist Thema, was passiert, wie ist es.
  • Kleine Grammatikwörter — Artikel/Determinative, Präpositionen, Konjunktionen — verbinden und ordnen den Satz.
  • Anders als im Deutschen haben Adjektiv und Adverb meist verschiedene Formen: quick → quickly, good → well.
  • Englische Nomen werden kleingeschrieben — die Wortart erkennst du an der Position, nicht an der Schreibung.
  • Artikel ohne Geschlecht: the, a/an (nach dem ersten Laut) — und bei Berufen immer a/an.
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