I think you're right. I'm gonna call you. And then we left. — die entspannte Grammatik des Alltagsgesprächs.
Das lernst du
Lockeres gesprochenes Englisch hat seine eigenen Abkürzungen, die sich vom sorgfältigen geschriebenen Englisch unterscheiden — nicht weil sie „falsch“ wären, sondern weil es beim Sprechen um Tempo und Bequemlichkeit geht, nicht um formale Genauigkeit. Das kennst du aus dem Deutschen: „Haste mal 'ne Minute?“ würdest du so auch nicht in eine Bewerbung schreiben.
Wenn du diese Formen erkennst, verstehst du Muttersprachler viel leichter und klingst im lockeren Gespräch selbst natürlicher — solange du weißt, wann die vollen Formen gefragt sind.
Nach think, believe, hope, say und know fällt das „that“, das den folgenden Satz einleitet, im Gesprochenen sehr oft weg — der Satz bleibt genauso verständlich.
Zwei Unterschiede zum Deutschen: Wenn du im Deutschen „dass“ weglässt, ändert sich die Wortstellung („…, dass du recht hast“ → „…, du hast recht“). Im Englischen bleibt alles, wie es ist — du streichst nur das Wort. Und: Im Englischen steht hier KEIN Komma, weder mit noch ohne that. Also "I think you're right.", nicht "I think, you're right."
Eine kleine Gruppe sehr häufiger Verbverbindungen wird als ein einziges verkürztes Wort gesprochen — und in lockeren Texten wie Chats oft auch so geschrieben: gonna, wanna, gotta, hafta, dunno, kinda, sorta. Ähnlich wie „willste“, „haste“ oder „weiß nich“ im Deutschen.
Wichtig: Jede Kurzform ersetzt genau ihre Vollform. Gonna steht nur für going to + Verb ("I'm gonna call you"), nicht für going to + Ort — "I'm going to the station" bleibt unverkürzt. Wanna ersetzt want to, nicht wants to: "She wants to come", nicht "She wanna come".
Trotz der alten Schulregel dagegen ist ein Satzanfang mit Konjunktion im Gesprochenen völlig normal und auch in lockeren oder erzählenden Texten verbreitet. Nur in sehr formellen Texten vermeidet man ihn. Hier hilft dir das Deutsche: „Und dann sind wir einfach gegangen“, „Aber ich finde trotzdem …“ funktionieren genauso.
Kurzformen wie „wanna“ und „gonna“ passen ins Gespräch und in Chats, wirken in formellen Texten — Briefen, Bewerbungen, Berichten — aber unprofessionell.
Verwechsle „umgangssprachlich“ nicht mit „ungrammatisch“ — diese Strukturen passen zum lockeren Register, sie sind keine Fehler, die man überall vermeiden muss.
Kein Komma wie im Deutschen („Ich glaube, du hast recht“) — im Englischen steht der Nebensatz direkt nach think.
Gonna ersetzt nur going to + Verb („I'm gonna call you“). Geht es um einen Ort, bleibt going to unverkürzt.
Im Deutschen steht vor einem „dass“-Satz immer ein Komma — und auch, wenn du „dass“ weglässt: „Ich glaube, du hast recht.“ Dabei ändert sich die Wortstellung
Im Englischen steht vor diesem Nebensatz kein Komma, ob mit oder ohne that: "I think you're right." / "I think that you're right." Und die Wortstellung bleibt gleich — du lässt that einfach weg. "I think, you're right" ist ein typischer Komma-Fehler deutschsprachiger Lernender.
Auch gesprochenes Deutsch verkürzt ständig: „Willste mitkommen?“, „Weiß nich“, „Alles okay?“, „Und dann …“
Das Prinzip kennst du also: wanna, dunno, "You okay?" und Sätze mit "And"/"But" sind das englische Gegenstück. Der Haken: Im Schulenglisch lernst du fast nur das geschriebene Register, deshalb erkennst du gonna/wanna/gotta beim Hören oft nicht. Und wer sie dann gelernt hat, rutscht leicht in E-Mails oder Bewerbungen hinein — dort gehören die Vollformen hin, genau wie du „willste“ nicht in ein Anschreiben schreiben würdest.
💡 Kein Komma vor dem Nebensatz: I think you're right — egal, ob that dasteht oder nicht.
💡 Gonna, wanna, gotta stehen für going to, want to, got to + Verb (nicht für going to + Ort) — und nie in formellen Texten.
💡 Und/Aber/Also am Satzanfang funktionieren im gesprochenen Englisch genauso: And, But, So.
"gonna be late, stuck in traffic!"
"no worries, see you when you get here"
(später, in einer E-Mail) "Dear Professor Lee, I am writing to let you know that I will be a few minutes late to class due to traffic."
"Good call switching it up for the email — that would've looked pretty casual for a professor."
Übung 1 · Wähle die richtige Beschreibung
'I think (that) you're right.' Dropping 'that' here is...
Übung 2 · Wähle die umgangssprachliche Kurzform
Which is the informal spoken reduction of 'going to'?
Übung 3 · Wähle die umgangssprachliche Kurzform
Which is the informal spoken reduction of 'want to'?
Übung 4 · Wähle die umgangssprachliche Kurzform
Which is the informal spoken reduction of 'got to' (meaning 'must')?
Übung 5 · Wähle die richtige Beschreibung
'And then we just left.' Starting a sentence with 'And' here is...
Übung 6 · Wähle den passenden lockeren Satz
Which sentence uses an informal reduced form appropriately for casual speech?
Übung 7 · Welchen Satz vermeidest du im formellen Schreiben?
Which sentence would you avoid in a formal job application email?
Übung 8 · Welches Wort fällt weg?
'She said (that) she'd call.' Which word is naturally dropped in casual speech?
Übung 9 · Nenne die umgangssprachliche Kurzform
Give the informal spoken reduction of 'have to' (meaning 'must').
Übung 10 · Schreib den Satz locker um
Rewrite informally, dropping 'that': 'I believe that she's right.'
Übung 11 · Ordne die Formen den Gruppen zu
0 / 8 zugeordnet
Übung 12 · Typischer Fehler: Komma wie im Deutschen
German: "Ich glaube, du hast recht." Which English sentence is correct?
Fünf kurze Fragen, um zu prüfen, was hängen geblieben ist.
Frage 1 / 5
Punkte: 0/0
'I dunno' is the informal reduction of...
Fragemuster im gesprochenen Englisch
Lerne Fragemuster kennen, die typisch für das lockere Gespräch sind — Aussagefragen mit steigender Intonation, Echofragen für Überraschung, die Präposition am Ende der Frage und kurze Anhängsel wie „right?“/„yeah?“ statt „oder?“ und „ne?“ — im Unterschied zu den formalen Regeln für Fragen und Frageanhängsel.
Kurzformen und Ellipse im gesprochenen Englisch
Lerne, wie lockeres gesprochenes Englisch am Satzanfang Subjekt und/oder Hilfsverb weglässt — Got it!, Want some?, See you later!, Been waiting long? — ein typisch umgangssprachliches Muster, das sich von der strukturellen Ellipse in Vergleichen und nach Hilfsverben unterscheidet.
Reaktionen und kurze Antworten im Gespräch
Lerne die Reaktionsausdrücke, mit denen Muttersprachler im Gespräch antworten — No way!, Fair enough, Sure thing, Me too/Me neither, I bet — und wie du „Ich auch nicht“, „Bitte!“, „Doch!“ und „Stimmt“ richtig ins Englische bringst.
Spoken Patterns
Learn to recognize and use the natural performance features of live, unplanned speech — false starts, mid-sentence self-correction (repair), and repetition for emphasis — normal, fluent features of real conversation rather than mistakes to eliminate.